Month: July 2013

17 Jul

Der alte Mann und Mr. Smith (Eine szenische Lesung mit Janette Rauch)

Der alte Mann und Mr. Smith
(nach dem Roman von Sir Peter Ustinov)

Eine szenische Lesung mit Janette Rauch

Der Träger des britischen Verdienstordens und legendäre Weltstar, Sir Peter Alexander Baron von Ustinov wurde nicht nur bekannt durch unzählige Kino-und Fernsehfilme, sondern auch durch seine legendären Bühnenauftritte und nicht zuletzt als Buchautor.
Eines seiner bekanntesten Werke ist der Roman “Der alte Mann und Mr. Smith”.

Die aus Film, Fernsehen und Theater bekannte Schauspielerin Janette Rauch (u.a. Rote Rosen, Notruf Hafenkante u.v.a.) hat sich an diesen Stoff herangewagt und einen amüsanten und kurzweiligen Leseabend kreiert.
Mit viel Esprit fasziniert und fesselt sie zwei Stunden lang das Publikum und regt zum Lachen und Nachdenken an.
Musikalisch wird Janette Rauch dabei von dem Elektronik-Musiker Dadalus Uggla begleitet.
Ein unterhaltsamer Theaterabend für die ganze Familie!

Inhalt:
Der alte Mann und ein gewisser Mr. Smith besuchen nach Jahrhunderten wieder einmal die Erde und landen mitten im Amerika des 20. Jahrhunderts.
Kaum angekommen und sofort verhaftet, spektakulär wieder ausgebrochen und vom FBI gejagt, entwickelt sich die Suche nach der Menschlichkeit für den lieben Gott und seinen teuflischen Widersacher Mr. Smith zu einem philosophischen Parforceritt um die ganze Welt.
Ein köstlicher Geniestreich, von einem der größten Künstler unserer Zeit geschrieben und genauso geistreich und charmant interpretiert von Janette Rauch und Frieder Behrens.

Die Vorstellung:
Spieldauer mit Pause, ca. 2’35
Autor: Peter Ustinov
Titel: Der alte Mann und Mr. Smith
Verlag: List
Bearbeitung der Lesefassung: Janette Rauch
Musikalische Bearbeitung: Frider Behrens

13 Jul

Klaviersdelikte – das 4. Soloprogramm von Bodo Wartke

Kavaliersdelikte kennt man, aber “Klaviersdelikte”? Das muss einem Bodo Wartke erst einmal näher erklären. Musikalisch. Der Mann ist ein erfindungsreicher Wortkünstler und Klavierspieler – kurz gesagt: Klavierkabarettist. Die “Klaviersdelikte” sind sein neues Soloprogramm.

Bodo Wartke wickelt mit jugendlichem Charme die Menschen im Publikum ein. Man nennt ihn einen Gentleman-Entertainer. Ein vielfach begabtes Talent ist er auf der musikalischen Seite. Kein Musikstil ist ihm fremd. So facettenreich wie seine Tastaturakrobatik ist auch seine Wortspielerei. Die gesungenen Geschichten bedienen sich augenzwinkernder Reime. Charmant ist dieser Bodo Wartke. Sein Thema sind menschliche, allzu menschliche Missgeschicke, Probleme und Charaktereigenschaften. Mit dem Lachen muss man sich vorsehen bei Bodo Wartke. Wer sein Gelächter zu lange bei einem gelungenen “Klaviersdelikt” hängen läst, verpasst das nächste Bonmot. Zwischen den Stücken entfaltet sich eine charmante Kommunikation mit den Zuhörern, die Bodo Wartke blitzgescheit mit weiterem Wortwitz würzt. Das Publikum darf mitgehen, manchmal sogar miträtseln. Gentlemen schwiegen, wenn es ins Sexuelle geht und ersetzen peinliche Worte im Song durch ihre Anfangsbuchstaben. Lachsalven erfolgen nur auf der Seite jener, die schnell genug folgen können. Langsame Denker hinken hinterher. Ihr Lachen bildet ein Echo.

Bodo Wartke spottet sich durch seine “Klaviersdelikte” und schlägt eine Schneise verbaler Aha-Erlebnissen. Ob er die Werbung aufs Korn nimmt oder in Liebessachen Verbalakrobatik betreibt: Das Publikum geht mit und wird einbezogen. Liebesballaden werden zu erotischen Liedern – aber da, wo sie zu eindeutig sein könnten, bricht Wartke ab. Er führt vier mögliche Liedabschlüsse vor: drei jugendfreie für verschiedene Altersstufen und einen, der erst ab 18 Jahren von der Zensur freigegeben wäre. Wartkes witzige Ideen treffen voll ins Schwarze. Er bespielt die Klaviatur des Humors meisterlich. Eben noch ganz Gentleman, wird er plötzlich zum lustvoll stöhnenden Sexgott. Das menschliche Leben bietet genug Peinlichkeiten und Traumata, die allen bekannt vorkommen. Dem Publikum wird ein amüsantes Wechselbad der Gefühle zugemutet, aber: Man kann über die Missgeschicke anderer viel lauter lachen als über die eigenen.

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Wartke rappt und säuselt sich am Klavier gekonnt quer durch sämtliche Musikstile, während er sein verbales Feuerwerk zündet. Gelegentlich spielt er mit Boxhandschuhen und Boxer-Mundschutz oder präsentiert eine Arie aus Mozarts Zauberflöte mit Kinderlied-Versatzstücken. Doch man muss schon in seine “Klaviersdelikte” gehen, um dafür eine Erklärung zu finden. Was auch immer er tut: Der Mann am Klavier versteht es, intelligent blödelnd zu begeistern und sein Publikum zwanglos zum Mitmachen zu animieren. Das ist hohe Kunst.

Bodo Wartke: Ein Name, den man sich unbedingt merken sollte