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15.11.2009 17:26 Uhr
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„Chronicles“: Reisen in die Abgründe des Civil War

Der Civil War zwischen 1861 und 1865 hatte dramatische Auswirkungen auf die Geschichte der USA - und prägte familiäre Biographien über Jahrzehnte. Ereignisse, die bis heute die Gemüter berühren und die Menschen beschäftigen. Alfred Wallon greift die Geschehnisse lebensnah und historisch fundiert in seinen mehrbändigen „Civil War Chronicles" auf, von denen die drei ersten Bände gerade im Kölner Mohlberg-Verlag erschienen sind.

Geschildert werden die Einsätze und Erlebnisse einer konföderierten Spezialeinheit, die hinter den feindlichen Linien operiert und dabei in gefährliche Situationen verwickelt wird. Das Ganze findet vor einem sorgfältig recherchierten historischen Hintergrund statt. Die fiktiven Charaktere agieren zusammen mit historischen Persönlichkeiten und erleben auf diese Weise Kämpfe an authentischen Schauplätzen.

Es gibt zu dem Thema zwar eine Reihe packender Verfilmungen, spezielle Buchreihen dagegen sind eher selten. Alfred Wallon will mit seinen „Civil War Chronicles" deshalb eine Lücke schließen. Nicht zuletzt für einen Leserkreises, der sich für militärhistorische Erzählungen interessiert. Erschienen sind nun die ersten drei Bände „Todeskommando", „Krieg am Mississippi" und „Tag der Entscheidung". Für 2010 sind bereits in Vorbereitung „Sterben für den Süden" und „Die Hölle von Gettysburg".

Alfred Wallon pflegt einen packenden Schreibstil in Verbindung mit fundierten historischen Hintergründen. Der 52-Jährige aus dem Ebsdorfergrund bei Marburg an der Lahn arbeitet bereits seit 1981 als Autor und war zunächst in der Unterhaltungsliteratur beheimat, wo er mehrere gängige Genres bediente und über 150 Heftromane und Taschenbücher publizierte. Seit 2006 widmet er sich ganz dem historischen Roman und konzentriert sich dabei auf die US-amerikanische Geschichte vor allem des 19. Jahrhunderts.

Mit solchen historischen Western hat Wallon sich bereits auf der internationalen Bühne etabliert und zählt zu den wenigen europäischen Autoren, die als Mitglied den renommierten „Western Writers of America" angehören. Gemeinsam mit seinem britischen Kollegen David Whitehead veröffentlichte der Hesse im November 2008 beim Verlag Hale Books in London den historischen Western „All Guns Blazing", der unter dem gemeinsamen Pseudonym Doug Thorne geschrieben wurde. Die Startauflage war schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin vergriffen, ist als Large Print Version mittlerweile aber als Neuauflage beim Verlag Ulverscroft verfügbar. Eine ungewöhnliche deutsch-britische Co-Produktion, die neue Perspektiven eröffnet und eine Fortsetzung finden soll.

H.G.

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