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30.03.2011 08:46 Uhr
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Die Piraten von Somalia

Vor Somalia, bis mehrere hundert Kilometer in den Indischen Ozean hinein, greifen Piraten überraschend Schiffe jeder Größe an. Sie rauben Frachter aus, erpressen Lösegeld für die gefangene Besatzung und verkaufen die gestohlene Ware als Schmuggelgut in umliegende Länder. An der dreitausend Kilometer langen Küste Somalias am Indischen Ozean liegt ein zerrütteter Staat. Gewalt, Hunger, Elend und Islamisten bestimmen das Leben der Menschen im vom Bürgerkrieg geschundenen Land.

Diese hoffnungslose Situation gebar von neuem einen Erwerbszweig, den man ausgerottet glaubte: Die Piraterie, den modernen Diebstahl auf den Weltmeeren. Ein Teil von Somalias Bevölkerung praktiziert professionell Seeräuberei und bedroht internationale Schifffahrtsrouten wie auch die Nahrungsmittelhilfe für Entwicklungsländer. Zudem überbordet der Schmuggel in umliegende Länder.

Eine unbedeutende somalische Übergangsregierung ist außerstande, die Piraterie einzudämmen. Die Nachbarstaaten unternehmen nichts, da auch sie von der organisierten Kriminalität profitieren und die Korruption nicht eindämmen können. Um die internationalen Maßnahmen zur Bekämpfung der Piraterie zu unterstützen, setzt ein EU-Gremium den erfahrenen Agenten Chris Baker ein. Er soll mit einer kleinen Gruppe gegen die Piraten vorgehen.

Seine Ermittlungen zeigen sich als schier unlösbare Aufgabe, denn das Ausmaß des Problems ist groß und vielfältig. Er klärt an Ort und Stelle Möglichkeiten ab und denkt an punktuelle Militäreinsätze, um die Piraten zu verunsichern. Baker besorgt ein seetüchtiges Küstenwachschiff und stellt eine Gruppe von erfahrenen Seeleuten zusammen. Seine vier eigenen Mitarbeiter, George Marteau, Adrian Forster, Jonathan Wren sowie Jack Straw, haben große Erfahrung mit ungewöhnlichen Aufgaben in Krisengebieten.

Auch die deutsche Journalistin Stephanie Peter interessiert sich für die brisante Thematik. Sie will das Geschehen vom Nachbarland Kenia aus beobachten und darüber Bericht erstatten. Durch Zufall stößt sie auf Chris Baker, der ihr kooperatives Vorgehen vorschlägt.

Das Baker-Team stiftet einige Verwirrung im Netzwerk der Piraten, Schmuggler und Geldschieber. Ihr Schiff lokalisiert verdächtige Boote und Frachter. Es eilt bei Überfällen zu Hilfe, nimmt Piraten gefangen und zerstört deren Waffen und Schlauchboote. Bei ihren Manövern treffen sie auf dreiste Angreifer, die mit Strickleitern über die Reling von Frachtern klettern, größere Schiffe angreifen und dabei Maschinengewehre sowie Raketenwerfer einsetzen.

Als die Baker-Truppe einen Angriff auf eine Piratenhochburg an Land startet, werden auch gekaperte Schiffe und Gefangene befreit. Stephanie wird bei einem bewaffneten Konflikt in einem Hotel von Islamisten festgehalten und gerät in eine lebensgefährliche Situation.

Freibeuter mit modernen Waffen machen der internationalen Schifffahrt zu schaffen. Regenwald, Meer, Palmen und explosive Stimmung in tropischer Atmosphäre untermalen die Story. Den Leser erwartet das, was einen guten Thriller ausmacht: Nervenkitzel, Action und Spannung während der gesamten Handlung.

Die Piraten von Somalia
ISBN-10:3-89841-545-7
12,80 Euro

Gérard Schwyn wurde in Paris geboren und wuchs in Schaffhausen auf. Nach einer kaufmännischen Ausbildung folgten Bildungsaufenthalte in London sowie Paris und berufliche Tätigkeiten in Südamerika. Er arbeitet heute als selbstständiger Werbeberater. Neben Artikeln für Fachzeitschriften publizierte er zahlreiche Feuilletonbeiträge und einen Band mit Kurzgeschichten. Im Schardt Verlag erschienen die Thriller "Panama", "Sprengstoff in Basel", "Pulverfass Kosovo", "Jagd nach dem Gold" und "Geldwäsche in Zürich", sowie der Roman "Tropensonne".

 

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