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22.09.2009 09:18 Uhr
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Hetzjagd am grünen See

Groß, dunkel und mächtig erhebt er sich direkt hinter dem kleinen Dorf Wallerfangen: Der Limberg.
Wer an seinem höchsten Punkt steht, genießt eine umfassende Sicht auf das Saartal sowie die Städte Dillingen und Saarlouis. Bei guter Sicht sieht man sogar Ensdorf mit seiner Bergehalde und Völklingen mit seinem Weltkulturerbe.

Durchzogen mit Wällen und Schluchten, Hügeln und Tälern, Höhlen und Steinbrüchen bietet sich dieser Wald geradezu für spannende Geschichten an. Die Autorin Elke Schwab hat den Limberg erkundet und ist zu ihrem Entschluss gekommen. Allein die Recherche wurde zu einem spannenden Abenteuer, sodass einem spannenden Kriminalroman nichts mehr im Wege stand.

Schon lange vor unserer Zeit machte die Höhenlage den Limberg interessant, weil er durch Fliehburgen bestehend aus Wällen und Palisaden bequem gesichert werden konnte. Am südöstlichen Ausläufer des Limbergs sind Verschanzungen eingerichtet worden, die heute noch als Zeugen einer längst vergangenen Epoche gelten, die Schwedenschanzen. Diese Schwedenschanzen messen heute eine Höhe von 3 Metern und eine Breite von 15 Metern. Innerhalb dieser Anlage liegt ein Teich von fast zwanzig Metern Länge und acht Metern Breite, der noch heute im Volksmund „Grüner See" genannt wird. Die Bezeichnung kommt von dem grünlichen Schimmer, den die ihn umgebenden Pflanzen und Bäume hervorrufen. Vermutlich war früher an dieser Stelle eine Zisterne.

Weiterhin zeugen stufenweise angelegte Hänge für frühen Weinanbau auf dem Limberg, ebenso wie die stillgelegten Bergwerksstollen den Abbau des Azurit bzw. Bergblau - vom 15. bis zum 19. Jahrhundert - nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Alle diese Besonderheiten hat die Autorin mit Begeisterung aufgesucht. Doch ihre eigentliche Inspiration für den Krimi „Hetzjagd am Grünen See" bekam sie an der dreihundert Jahre alten Hofscheune direkt neben der alten Wallfahrtskirche. Darin befindet sich noch heute die original erhaltene Seitenwand mit ihren drei Rundbögen. Und unter ihr schlummert geheimnisvoll das Gewölbe der Krypta, in der früher die achte und letzte Station eines alten Kreuzweges, nämlich das heilige Grab nachgebildet war.
Diese Krypta hatte sich die Autorin mit eigenen Augen angesehen, obwohl sie dabei Gefahr lief, durch den brüchigen Boden einzustürzen. An dieser Stelle war für sie den Entschluss zu ihrem Krimi gefallen, der neben dieser Hofscheune auch große Teile des dichten Dschungels auf dem Limberg mit umfasst.


Zum Buch:
» Er marschierte auf den großen Holzspalter zu, ein nützliches, aber bedrohlich aussehendes Arbeitsgerät. Das stählerne Monstrum wirkte beunruhigend auf Steiner. Heute ganz besonders. An den Umrissen konnte er sofort erkennen, dass etwas anders war.«

Die enthauptete Leiche liegt mitten im Forstrevier von Harald Steiner auf dem Limberg. Ursprünglich wollte der ehemalige Leiter eines SEK als Waldhüter von seinem letzten, auf tragische Weise misslungenen Einsatz Abstand gewinnen. Doch die Vergangenheit verfolgt ihn bis in die Tiefen des dichten Dschungels von Wallerfangen: Der Tote war in Steiners letztem Fall ein wichtiger Zeuge. Deshalb hält Hauptkommissar Jürgen Schnur seinen ehemaligen Kollegen für verdächtig. Für Steiner beginnt der Kampf gegen einen unheimlichen Mörder, der mit weiteren Bluttaten den großen Wald zu seinem Spielplatz und ihn selbst zur Marionette macht. Was dann ans Tageslicht kommt, übertrifft alles Erwartete.

www.conte-verlag.de
ISBN 978-3-936950-95-3
12,90 €

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