Der Chemnitzer Künstler Frank Maibier entwickelte seit den 80er Jahren eine besondere Formensprache. Maibiers Formschöpfungen zeichnen sich dabei durch ihre auf das Wesentliche reduzierten Strukturen aus, die Ausgewogenheit und Konsequenz ausstrahlen. Als Kontrast zu dem klaren Erscheinungsbild stehen die poetisch anmutenden Texte, die Maibier seinen Arbeiten hinzufügt. Die Ausstellungsobjekte vermitteln eine sinnlich erlebbare Leichtigkeit, die einen Raum für Denkanstöße öffnet.
Segment, lateinisch segmentum, ist ein Teil eines Ganzen. Segmente sind Teile eines großen Ganzen und können Abschnitte, Ausschnitte, Teile, Teilbereiche, Teilstücke sein. Frank Maibiers Arbeit in der Ausstellung spielt mit den Segmenten. Ursprünglich als Rest übrig geblieben, werden die Einzelteile aus dem Großen und Ganzen selbst zum Werk, ergeben neue Formen, lösen sich vom Großen und Ganzen, um selbst zum Großen und Ganzen - zum Kunstwerk zu werden. Ähnlich einem großen Baukasten ließe sich die Folge und die Entdeckung neuer Formen und Zustände unendlich bis zum kleinsten Teil fortsetzten. Einzig das ursprüngliche Werk, die Ausgangsidee verbleibt in Form und Zustand.
Unter dem Titel segmente spiele zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz vom 28. Februar bis 11. April 2010 Plastiken von Frank Maibier, die seine individuelle künstlerische Position in der Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Materialien und Formen darstellt.
SONDERFÜHRUNGEN mit Frank Maibier: Freitag, 19. März 2010, 17 Uhr Mittwoch, 7. April 2010, 17 Uhr
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