| << Zurück | 27.02.2010 00:02 Uhr |
Ist Sex ein Privileg der Jungen und Gesunden? Erleben alte und behinderte Menschen nicht Begehren, Liebe, Lust und Leidenschaft? Das Ensemble „Meine Damen und Herren" begeisterte im vergangenen Winter auf der plattform-Bühne des Ernst Deutsch Theaters mit dem „Traumgedusel" nach Wilhelm Busch und kommt jetzt mit Feingefühl und Humor einem Tabu-Thema auf die Schliche.

Unerfahrene Liebeshungrige mit Behinderung und alte Damen mit gewissen Erfahrungen schenken sich einen Abend voll des worterotischen Liebesspiels. Den Part der Jungen übernehmen vier Schauspieler von „Meine Damen und Herren", den der Älteren drei Akteurinnen einer Seniorentheatergruppe. Zwischen Keuschheit und Wollust, Selbstbefriedigung und Vereinigung, dem ersten und einem letzten Mal, geht es verbal zur Sache. Regisseurin Martina Vermaaten präsentiert mit „SEX" eine Collage aus literarischen Texten und szenischen Bildern. Es ergießt sich ein Füllhorn an Gefühlen, in denen Liebende und Begehrende auf der Suche nach Sinnenfreuden mal vergnügt, mal leidend baden.

Texte unter anderem von:
Bert Brecht, Ulla Hahn, Franz Grillparzer, Robert Gernhardt, Dylan Thomas, Friederike Trudzinski, Pablo Neruda, Christian Morgenstern, Erich Fried, Erich Kästner, Friedrich Schlegel, Dennis Seidel, Eva Strittmatter, William Shakespeare, Else-Lasker-Schüler, Bente Varlemann

Erstaunt ist man auch darüber, dass Schulklassen ermäßigten Eintritt bekommen. Mit Sicherheit verspricht das worterotische Anregungen und Aufklärung. Gewiss ist das einen Besuch wert.
Plattform-Bühne
Ernst Deutsch Theater
Friedrich-Schütter-Platz 1
22087 Hamburg
Vorstellungstermine:
28.04., 11.00 Uhr
29.04., 19.00 Uhr
30.04., 19.00 Uhr
01.05., 19.00 Uhr
05.05., 11.00 Uhr
06.05., 19.00 Uhr
07.05., 19.00 Uhr
08.05., 19.00 Uhr
Karten:
15 €, 10 € ermäßigt
(für Schulklassen erfragen Sie bitte Sonderkonditionen)
tickets@ernst-deutsch-theater.de
Kartentelefon: 040/ 22 70 14 20
weitere Informationen:
http://www.meinedamenundherren.net
http://www.ernst-deutsch-theater.de
26.02.2010 Bernhard Wiesbeck
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