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30.04.2010 01:52 Uhr
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Künstlerischer Wortwitz

FILMREIF
Unter dem Label HANDWERK&MUNDWERK produzieren drei Österreicherinnen Wortwitz zum Anfassen. Der wichtigste Rohstoff der drei Schmuckkünstlerinnen Gabriele Müller, Elvira Fleischanderl und Lilli Pulkrab aus Oberösterreich ist Humor. In ihren Ketten, Ringen, Armreifen und Broschen steckt stets ein Wortspiel.

Zirka 200 solcher Wortspiele hat das Frauenteam bereits gefunden und setzt sie konsequent um. Elvira Fleischanderl und Lilli Pulkrab sind beide Goldschmiedemeisterinnen und arbeiten dabei gern mit Edelmetallen und Steinen, während Gabriele Müller, die Gründerin des Labels HANDWERK&MUNDWERK, als gelernte Kunsterzieherin lieber mit Kunststoff, Papier, Keramik und Textil experimentiert.

Alle drei legen viel Wert auf die Individualität ihrer Schmuckobjekte und fertigen in der Regel nur Einzelstücke an. So schaut jede anders aus, kann ein ganz nach den Wünschen der AuftraggeberInnen zusammengestellt werden oder wird beim die jeweilige Lieblingsspeise der TrägerInnen aufgetischt.

Von einigen Stücken gibt es auch Serien in kleinen Auflagen wie z.B. vom Armreif , von dem es je 30 Stück mit zehn verschiedenen witzigen Zitaten gibt. „Führe mich nicht in Versuchung. Ich finde den Weg allein." steht da etwa in Siebdruck auf schillerndem Acrylglas zu lesen oder „Ich habe nichts gegen Kritik. Ich muss nur damit einverstanden sein."

Auch aktuelle Ereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft 2008 oder das Kulturhauptstadtjahr LINZ09 fließen in die Arbeit von HANDWERK&MUNDWERK ein. Zu dessen Selbstverständnis von Schmuck-Kunst gehören auch interaktive Kunstprojekte wie z.B. die Aktion , die anlässlich der Vernissage in der Wiener Schmuckgalerie V&V 2007 gestartet wurde und bei der ein materiell wertloser Ring gegen einen wertvollen getauscht wird und so von BesitzerIn zu BesitzerIn wandert. Dokumentiert wurde der Weg des Ringes auf der Homepage der Künstlerinnen, wo sich auch zahlreiche weiter Bildbeispiele zum Schmunzeln finden:

http://www.handwerk-und-mundwerk.at

30.04.2010 Bernhard Wiesbeck

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