Ob in frühen Höhlenmalereien, den Gemälden der alten Meister oder auch in literarischen Texten verschiedener Zeitepochen, findet sie stets ihr Gesicht. Die Erotik. Doch was ist diese Erotik eigentlich, von der die ganze Welt spricht und von der die Menschen besessen zu sein scheinen?
Ein Leipziger Verein begibt sich auf die Spur dieser Frage. Der ars erotica e.V. ist ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter, Verein. Er ist der erste Verein dieser Art im deutschsprachigen Raum, der sich der Förderung der erotischen Künste widmet. Gleich ob Malerei, Fotografie, Literatur, Bildhauerei, Film, Schauspielerei oder andere Genres der Kunst, hier finden die verschiedenen Kunstrichtungen zusammen und bilden eine Symbiose der erotischen Künste.
Der Verein wurde im Sommer 2010 gegründet und ist ein Zusammenschluss verschiedener Künstler, Kunstliebhaber, Kreativschaffender und Unterstützer aus privaten und wirtschaftlichen Bereichen. Erotik, ein Thema das nur hinter verschlossene Türen gehört? Nein, sagt der Bildermacher und Vorstandsvorsitzende des Vereins, Corwin von Kuhwede.
"Für Erotik interessiert sich jeder Mensch, doch in der Öffentlichkeit möchte damit auf einmal niemand etwas zu tun haben. Erotik ist für viele schmutzig und schlüpfrig und gehört nicht außerhalb des eigenen Schlafzimmers. Nach außen hin wird dieses Thema sehr stiefmütterlich behandelt, wo wir doch angeblich in einer aufgeklärten Zeit leben. Unser Verein hat es sich auf die Fahnen geschrieben, dieses Schweigen zu brechen. Wir wollen einen menschlichen und offenen Umgang mit der Erotik und dabei ganz klar den Unterschied zwischen erotischer Kunst und Pornografie verdeutlichen."
Und dies soll in gemeinschaftlichen Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops und Projekten geschehen. Und dabei soll natürlich auch die Aufklärung nicht zu kurz kommen. Der Verein möchte sexuelle Aufklärungsarbeit für Kinder und Jugendliche leisten, damit diese einen gesunden und natürlichen Umgang mit der eigenen Sexualität entwickeln können.
Ein erstes erfolgreiches Projekt des Vereins war die Veranstaltung Sündhaft in der Kinobar Prager Frühling. Ein Abend der erotischen Kunst zwischen Wort und Film mit Christian von Aster (Text) und Corwin von Kuhwede (Film). Die Veranstaltung war ausverkauft.
Als nächste größere Veranstaltung ist ein Festival der erotischen Künste in Leipzig geplant.
Foto (Maya van Tronje) http://verein-erotische-kunst.de
So die Aussage des Nürnberger Fotografen Peter Tost. Und doch sind seine derzeit entstehenden Bilderserien über "Künstler in Franken" kleine aber großartige Kunstwerke. Der 1955 in Sachsen Geborene Tost fängt mit seinen Bildern ganz eigene Momente ein.
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