Stahlkocher und Lavaströme: „Verbrannte Landschaften“ in der Henrichshütte
In der legendären Hattinger Henrichshütte geht's wieder heiß zur Sache. Fast anderthalb Jahrhunderte lang sorgte das gewaltige Stahlwerk für den Herzschlag nicht nur der reizvollen mittelalterlich geprägten Kleinstadt an der Ruhr. Mit dem Strukturwandel im Revier kam dann vor mehr als 20 Jahren aber auch für diesen Giganten das Aus - und entstanden hier ein Gewerbezentrum und ein Industriemuseum. Daniela Szczepanski und Frank Hohmann lassen hier nun mit einer besonderen Ausstellung wieder die Feuer lodern. Mit der Outdoor-Ausstellung „Verbrannte Landschaften" stellen sie eine faszinierende Verbindung her zwischen natürlichen Feuerphänomenen wie dem Vulkanismus und dem einstigen Zauber der Schwerindustrie.
In Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe präsentieren Szczepanski und Hohmann bis zum 28. Februar im Hattinger Industriemuseum nahe Bochum spektakuläre Großfotografien, die in prächtiger Form auch die ungeheure Kraft und Macht des Feuers demonstrieren. Dabei wird bewusst verdeutlicht, wie erstaunlich ähnlich Vulkanausbrüche und Schwerindustrie die Landschaft verändern können.
Daniela Szczepanski, Vulkanologin, Filmautorin und Fotografin, entdeckte bei ihrer weltweiten Tätigkeit die verblüffenden Parallelen zwischen Vulkangebieten und ihrer Heimat, dem Ruhrgebiet. Auch der Fotograf Frank Hohmann hat seine Wurzeln im Revier. Seine Faszination gilt der Industriegeschichte, er ist spezialisiert auf Nachtfotografie.
„Verbrannte Landschaften" ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes „Feuer, Wasser, Erde, Luft". Zum umfangreichen Rahmenprogramm gehören besondere Führungen, Filme, Vorträge, Exkursionen und Fotoworkshops. Vertiefende Informationen, auch zum Begleitprogramm unter LWL
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