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12.02.2010 03:49 Uhr
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Authentische Klangwelten

Sein Sound ist unverwechselbar, seine Klangwelten sind detail- und ereignisreich, sein Anliegen ist in einer sehr persönlichen musikalischen Sprache formuliert. Bei einigen Songs hat Sebastian Studnitzky alle Instrumente selber eingespielt. Er erzählt uns, wie und wo seine „musikalischen Geschichten" entstehen.

Er kommt aus dem Schwarzwald, lebt in Berlin, und arbeitet international mit unzähligen renommierten Künstlern. »Früher« - sagt Sebastian Studnitzky - »war ich mal ein reiner Jazztrompeter« - doch im Laufe seines musikalischen Werdegangs hat er viel mehr Türen aufgemacht: Er ist zuhause in unterschiedlichen Musik-Stilen und hat sich zu einem unverwechselbaren Multiinstrumentalisten entwickelt. Als Trompeter, Pianist und Keyboarder hat Sebastian Studnitzky mit seinem neuen Album »EGIS« seinen ganz eigenen Sound weiterentwickelt.

Sein individuelles Spiel jenseits von stilistischen Scheuklappen ist es auch, das den Musiker Studnitzky zu einem viel gefragten und profilierten Sideman auf internationalen Bühnen gemacht hat - so spielt er u.a. mit Nils Landgren oder Jazzanova und treibt seine Projekte voran - wie z.B seine eigene, jazzpreisdekorierte Formation Triband.

Es ist Jazz - und es ist viel mehr. Jenseits der Frage nach Stilistik ist Studnitzkys Musik geprägt durch seinen speziellen Sound, durch eine spezielle Art der Emotion und auch Reduktion, die vieles hörbar und erlebbar macht - ganz unmittelbar. In jedem Song gelingt ihm die Balance zwischen enormer Emotionalität der Musik und der geplanten Spontaneität einer Aufnahme. Nicht nur die Musik sondern die Räume, in der sie erklingt, werden erfahrbar - selbst das Arbeiten der Instrumente ist zu hören.

»Wenn ich die Stücke komponiere, höre ich schon direkt den Sound, in dem sie klingen sollen« sagt Studnitzky. Beim »Warten« auf eine neue Komposition dient ihm Stille als Inspiration - und was beim Warten herauskommt ist perfekt geplant bis ins kleinste Detail. Alles muss stimmen: die Instrumentierung, die Atmosphäre des Raumes und der individuelle Input der Mitmusiker - so ist es kein Zufall, dass die Besetzungen variieren und jedes Stück dadurch seine spezifische Echtheit behauptet.

Artist // Sebastian Studnitzky
Album // EGIS
VÖ // 29. Januar 2010
Label // Herzog Records

13.01.2010 Bernhard Wiesbeck

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