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GlasBlasSing Quintett - Liedgut auf Leergut - kultur-szene.de
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23.01.2010 22:09 Uhr

GlasBlasSing Quintett - Liedgut auf Leergut

Eintritt VVK 15 € / AK 18 €

Ob der deutsche Umweltminister das Leergut-Konzept des Berliner GlasBlasSing Quintetts
inzwischen bereits begutachtet hat, ist leider nicht überliefert. Auch nicht, wie viele Liter Bier die Kehlen der fünf Musiker während langer Proben hinabgeflossen sind. Doch eines ist sicher: was die Exil-Harzer mit leeren Flaschen anstellen, ist alles andere als Käse.

„Das soll uns einen ganzen Abend lang bei guter Laune halten?“, mag sich so manch ein Zuschauer zu Beginn der GlasBlasSing-Show fragen. Zu Recht, denn zunächst ähnelt die Bühne eher einer Leergutannahme nebst entsprechend krachendem Glasscheppern. Doch dann erklingen ganz andere Töne. Die von Elvis, Bobby McFerrin und Bach zum Beispiel. Galaktisch weit entfernt vom üblichen Weinglasrandgequietsche und panflötenartigem Flaschenblasen, das man aus den frühen Zeiten des Fernsehens oder jeder Provinzfußgängerzone kennt. Denn: nach dem Motto „Jeder Ton ein Happening, allerfeinster Lungenswing“ blasen sich die fünf Berliner die Seele aus dem Leib. Nicht ganz bierernste Eigenkompositionen oder Coverstücke - arrangiert für fünf Musiker und jede Menge Flaschen - pfeifen, trommeln, ratschen und ploppen sie gekonnt auf ihren Instrumenten. Ob Plastikflaschen-Tuba, Kümmerling-Piccoloflasche oder das Lieblingsinstrument des Quintetts, die 0,33-Longneck (aus ästhetischen Gründen vorzugsweise in grün): sie sorgen für den richtigen Ohrenschmaus. Getoppt wird
das ganze durch a cappella-Gesang erster Güte, humorlastige Moderation und allerhand überraschende Einlagen. Auch Gastbläser aus dem Publikum werden mitunter in die Show einbezogen.

Und so behaupten die Jungs des GBSQ spielend leicht ihre Position als Europas einzige professionelle FlaschenPopMusiker und bieten weit mehr als eine abendfüllende Show: nämlich mitreißende Musik und Komik - für Biertrinker, Recyclingfreunde und andere.

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