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31.03.2010 20:52 Uhr

Hopplahopp

Ohren auf, Lauscher gespitzt und zugehört! Die Reise des kleinen Kängurus Jimmy vermittelt jungen Zuhören ein Gespür für die Musik aus den verschiedensten Ländern unserer Erde. Die Musikstücke sind eigens für Kinder ausgesucht und lassen ihre Herkunft »erhören«. Eine musikalische Reise von Australien über Europa bis nach Amerika - eine Hymne an die kulturelle Verschiedenartigkeit unserer Welt.

Die Geschichte:
Jimmy, das kleine Känguru, ist neugierig. Bei einem seiner Ausflüge in seinem Heimatland Australien hüpft es am Sydney Opera House vorbei, verläuft sich in den Gängen des Hauses und fällt erschöpft im Kasten eines Kontrabasses in einen tiefen Schlaf...Jimmy freundet sich so mit dem Kontrabassisten Rudi an, der das Känguru erst entdeckt als sie schon im Flugzeug auf dem Weg nach Europa sind. Jimmy gerät so auf Tournee mit Rudis Orchester und lernt auf der Reise viele neue Dinge kennen, wie z.B. verschiedenste Musikstile, neue Gerüche, neue Freunde, aber auch das Gefühl von Heimweh...

Die Idee und das Konzept stammt von Sascha Rathey. Sie ist 1983 in Neuseeland geboren, studierte Querflöte in Stuttgart und Wien. Sie spielte u. a. an der Jungen Oper des Staatstheaters Stuttgart, beim Bach-Collegium Stuttgart, den Stuttgarter Philharmonikern, sowie in der Karajan-Akademie der Berliner-Philharmoniker. Seit der Spielzeit 2009 ist sie Mitglied im Tiroler Symphonieorchester Innsbruck als Piccolo/2. Flöte. Daneben unterrichtet sie und geht ihren eigenen »musikvermittelnden« Projekten nach.

Hier ein Interview mit Rathey wie es zu der Idee von „Hopplahopp" kam:
Ich wollte ein Kinderhörspiel machen, da es mir Freude bereitet verschiedene Kunstformen in Einklang zu bringen und ich Kinder neugierig auf Musik machen will. Ich fragte Jakob Straub, ob er nicht eine Geschichte schreiben wolle, wobei deren Rahmenhandlung mir schon vorschwebte, und so ergab sich eins nach dem anderen. Die Titel-Idee „Hopplahopp" kam ihm sicherlich, weil ich ihm nur 2 Wochen Zeit gegeben hatte zum Geschichteschreiben! Es musste sehr schnell gehen, da wir den Aufnahmetermin schon fixiert hatten und wir unbedingt die Geschichte dazu brauchten!

Warum ausgerechnet ein Känguru als Hauptfigur?
Ich selbst bin in Neuseeland geboren, ein Kiwi als Hauptfigur erschien mir aber nicht besonders lustig. Da mein Onkel in Australien lebt und es zu Anfang so schien, als ob seine Firma der Sponsor für meine Idee sein könnte, wurde das Känguru Jimmy geboren. So konnte ich Jimmys Känguru-Hüpfer mit dem Didgeridoo erklingen lassen, ein traditionell australisches Instrument, und es in Zusammenhang mit „klassischer" Musik bringen - etwas sehr Neues! Das Känguru impliziert außerdem etwas Exotisches für Kinder im deutschsprachigen Raum; zudem geht es in der Geschichte um das Reisen und darum, Neues kennenzulernen.

Das Ensemble „Akkordsport" hat die musikalische Gestaltung übernommen und agiert quasi als kleines Kammerorchester. Gibt es hier besondere Merkmale im Klang, die junge Hörer besonders ansprechen?
Da wir ebenfalls noch ein relativ junges Ensemble sind, hoffe ich, dass wir die Kinder - und auch ihre Eltern - mit unserer Leichtigkeit und Spielfreude anstecken werden! Bei den Proben und Aufnahmen war es mir auch wichtig, dass meine Musikerkollegen sich darüber bewusst werden, dass wir für Kinder spielen. Unser Klang wurde dadurch gleich viel frischer!

Für Sie sind musikpädagogische Musikprojekte eine Herzensangelegenheit. Wird es in Zeiten medialer Reizüberflutung und auch wachsender schulischer Belastungen der Kinder nicht zunehmend schwieriger, Begeisterung für das aktive Musizieren und Musikerleben zu wecken?
Im Gegenteil. Eltern wollen immer das Beste für ihr Kind; um es auch noch außerschulisch zu fördern, muss es nicht nur diverse Sportarten treiben, sondern auch noch ein Musikinstrument lernen. Daher haben viele Kinder heutzutage einen enormen Freizeitstress. Musikmachen bedeutet zwar auch Arbeit, soll aber in erster Linie Spaß machen. Diese ursprüngliche Freude, am Musikmachen, möchte ich den Kindern wiedergeben. Kinder wollen an sich keine Reizüberflutung, die sie eigentlich überfordert. Sie wollen aktiv etwas erleben und es soll ihre Selbstentwicklung gefördert werden. Dazu ist Musikvermittlung da.

Interaktives Lehren ist „in" und kämpft gegen das passive Konsumieren heutiger Medien, welche nur Langweile und Stumpfsinnigkeit hervorbringen. Das Medium Hörspiel fördert dagegen z.B. das „Zuhören" ohne visuelle Unterstützung, d.h. die Phantasie wird angeregt.
Ich möchte an dieser Stelle gerne Sir Simon Rattle zitieren: „Von allem, was Musik leisten kann, ist für mich das Wichtigste: Menschen zusammenzubringen!"
Und genau das wird in der Geschichte von Jimmy vermittelt: Er lernt fremde Kulturen und Menschen über deren Musik kennen.

Zusätzliche Informationen:
http://www.spektral-records.de/index2.php?08036_Hopplahopp

01.04.2010 Bernhard Wiesbeck

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