| << Zurück | 04.03.2010 01:46 Uhr |
All die Autoren die seit Jahren publizieren, können ein Lied davon singen, wie schwer es ist im Buchmarkt Fuß zu fassen. Das Angebot ist riesig und der Standard Kunde hat nicht mal Zeit 1 % der veröffentlichten Bücher zu sichten. Die Buchhändler haben feste Verlage, die für Regalplatz bezahlen. Verlage haben feste Autoren, um das Risiko zu minimieren.
Wer dann in einem Verlag veröffentlicht, der sich für seinen Dienst bezahlen lässt, ist früher oder später frustriert, weil er nichts verkauft und seinen Lebensunterhalt mit etwas anderem verdienen muss. Niemand kann wirklich beurteilen, ob sich ein Buch verkaufen wird oder verkaufen lässt. Eine Möglichkeit ist es damit selbst auf Tour zu gehen.
Preiswerter als ein Zuschussverlag ist es, sein fertiges Buch von einem geeigneten Lektor bearbeiten zu lassen, das Zielpublikum zu bestimmen und es selbst zu vermarkten. Das heißt, dort hin zu gehen, wo potentielle Leser zu erwarten sind und selbst aus seinem Buch zu lesen.
Für den Druck des Buches gibt es fertige Vorlagen, die von der Druckerei eins zu eins übernommen werden. Eine ISBN Nummer ist für ein paar Euro übers Internet zu kriegen. 20 Lesungen sollte man ansetzen, danach weiß man, ob man was verdienen wird oder ob man das ganze wieder einstampfen kann. Dafür kann man seinen Urlaub opfern und notfalls in seinen Job zurückkehren.
Rentiert sich das ganze, dann sollte man versuchen als Autor Fuß zu fassen, vorausgesetzt man hat genügend Ideen für weitere Bücher. Es ist ein harter Job, der viele Talente voraussetzt in der heutigen Zeit, aber was wäre das Leben ohne Träume. Mögen sie für den ein oder anderen wahr werden.
04.03.2010 Bernhard Wiesbeck
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.
Sie sind nicht eingeloggt.
Um einen Kommentar zu diesem Artikel schreiben zu können, loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich.