| << Zurück | 22.03.2010 02:04 Uhr |
Bei RTL heißt es berechtigt: „Wir tolerieren keinen Drogenkonsum bei Kandidaten von DSDS. Fast sieben Millionen Zuschauer schalten DSDS jede Woche ein. Jugendliche ebenso wie ganze Familien. Die Kandidaten sollten sich im Rahmen des Wettbewerbs vorbildlich verhalten. Wir hoffen, dass Helmut professionelle Hilfe in Anspruch nimmt und wünschen ihm alles Gute".
So sehr wünscht man sich, dass Talente wie Menowin Fröhlich ein zweite Chance bekommen. Einfach um auch zu zeigen, dass unsere Gesellschaft vergeben kann. Erschreckend ist nur, dass wenn jemand so eine Chance im Leben bekommt, diese einfach nicht als solche erkennt.
Während Menowin konzentriert Informationen und Ratschläge aus seinem jetzigen Umfeld aufnimmt, sind andere davon nur überfordert. Bei Helmut kommen Depressionen dazu. Durch ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) ist er unkonzentriert, vergisst seine Texte. Ausgleich findet er im Drogenkonsum.
Angeblich gibt es Aufnahmen bei denen Helmut beim Vorbereiten von Kokainkonsum zu sehen ist. Eventuell kehrt Manuel Hoffmann zurück, ein skandal- und kantenfreier Musiker, der kaum auffällt. Es ist einfach nur erschreckend zu sehen, was Menschen interessant macht und was sie zu Langweilern macht.
Der Gedanke dass es eigentlich wir mit unseren Anrufen sind, die diese Dramen verursachen, ist genau so erschreckend wie deren Schicksale. Auch wenn wir ungewollt Steine werfen, so gilt immer noch: „Wer nichts macht, macht nichts verkehrt" und das wäre ja auch keine Lösung.
22.03.2010 Bernhard Wiesbeck