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21.03.2010 09:11 Uhr

Geistiges Eigentum

Da gibt es tausende von Literatur Wettbewerben. Da gibt es tausende von Ideen. Da gibt es tausende von Leuten, die das lesen. Da gibt es unendlich viele Themen die sich überschneiden. Wie soll man beweisen, dass die Idee tatsächlich von einem selbst kommt.

Selbst unsere eigensten Ideen sind ja eigentlich durch unser Umfeld, unsere Erfahrungen und unsere Erinnerungen entstanden. Gibt es wirklich diese ganz eigene Idee, die so außergewöhnlich ist, dass niemand anders auch nur im Entferntesten auch daran gedacht haben könnte.

Jeder Mensch hat eine Geschichte im Kopf. Dann fängt er eines Tages an, das Ganze aufs Papier zu bringen. Es ist wirklich in Eigenleistung entstanden. Obwohl jedes Leben anders verläuft und jeder seine Erlebnisse anders verarbeitet, bestehen oft gewisse Ähnlichkeiten.

Da gibt es die Unermüdlichen, die in der Früh aufstehen und anfangen zu schreiben und ihren Gedanken freien Lauf lassen. Oft wissen die nicht mehr, was sie mal vor einem Jahr geschrieben haben. Dann gibt es diejenigen, die ein Buch schreiben und so viel Energie einbringen, dass ein zweites Werk gar keinen Sinn macht, weil das erste alles aussagt, was man aussagen möchte und kann.

Das Leben ist sehr vielfältig und leider ist eine normale Karriere wenig interessant. Wer Zeiten hat, in denen er Langeweile verspürt und deshalb kreativ wird, hat sicherlich schöngeistige Beweggründe, aber er bewegt damit nur Wenige. Wer nichts an sich ranlässt schreibt auch emotionslos.

Das ist wie diese Sache mit dem Charakter. Diesen legen wir uns zu, um gefasst auf alle Widrigkeiten des Lebens reagieren zu können, ohne dass unsere Welt damit zerstört wird. Klar man wird dadurch berechenbar, aber das ist es gerade, was uns einzigartig machen würde. Dieses unterschiedliche Heranlassen von Ereignissen, das ist der Kern des kreativen Seins. Wir werden angreifbar, verletzbar und das ist unser ehrliches geistiges Eigentum.

Also: Nicht verhärten, sondern sich flexibel im Wind biegen, ohne zu brechen. Wir wollen ja von unserem geistigen Eigentum nicht vernichtet werden.

Man soll einen Baum pflanzen, ein Kind zeugen und ein Buch schreiben. Gärtner pflanzen ja mehrere Bäume. Es gibt Mütter mit vielen Kindern und es gibt Schriftsteller die schreiben und schreiben. Bäume ähneln sich, Kinder ähneln sich und Bücher ähneln sich. So hinterlässt jeder etwas für die Nachwelt und darauf kommt es im Endeffekt an. Die Welt eines jeden Einzelnen gestaltet so unsere Gesellschaft, mit dem was sie den nächsten Generationen hinterlässt. So wird aus geistigem Eigentum, eine allgemeingültige Richtung. Deren Trägheit ist ausschlaggebend dafür, dass wir nicht vom Fanatismus einzelner geritten werden. Darum ist es wichtig seinen Teil dazu beizutragen und sein geistiges Eigentum mit einzubringen.

21.03.2010 Bernhard Wiesbeck

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