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09.03.2010 02:47 Uhr

Heil Oscar

Wenn es ein deutsches Thema zum Oscar schafft, dann hofft man immer aufs innigste, dass es mal einen anderen Hintergrund hat, als irgend etwas aus dem dritten Reich. Auch dass der Film von Quentin Tarantino kommt, ändert nichts daran, dass wir Deutschen im Ausland auf das reduziert werden, was die Generation vor uns gemacht hat.

Der Österreicher Christoph Waltz gewann dann auch noch einen Oscar in der Kategorie "Bester Schauspieler in einer Nebenrolle". Gespielt hat er den SS-Standartenführers Hans Landa in „Inglorious Basterds". Allein das Thema sollte mit dem Anti-Oscar - der goldenen Himbeere ausgezeichnet werden.

Da hat es die USA mittlerweile zu einem schwarzen Präsidenten gebracht und wir deutschen kommen einfach nicht von unserer Vergangenheit los. Mit Schrecken erinnert man sich noch an 2005 als „Der Untergang" von Adolf Hitler, als bester ausländischer Film nominiert war.

Es wundert einen nicht, dass der absolute Bösewicht in jedem Film, Ähnlichkeit mit einem deutschen Soldaten haben muss. Man kann nur gespannt sein, wann es die Deutschen mit anderen Themen zum Oscar schaffen. Wahrscheinlich wird es an der Tag sein, an dem eine Weltregierung ausgerufen wird und das wird ein paar Generationen nach uns sein.

09.03.2010 Bernhard Wiesbeck

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