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Mehrzad in den Charts – Menowin auf den Titelseiten - kultur-szene.de
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06.05.2010 02:43 Uhr

Mehrzad in den Charts – Menowin auf den Titelseiten

Ist die endgültige Entscheidung über „Deutschland sucht den Superstar" wirklich schon gefallen. Offiziell gewonnen hat Mehrzad Marashi und ist mit seiner ersten Single (Don't Believe) auf Platz 1 der Charts. Menowin Fröhlich gelingt es als Verlierer, die Presse und das Interesse von Produzenten auf sich zu lenken. Wer wird die Medienschlacht wohl letztendlich gewinnen?

Mehrzad Marashi hat sich als Gewinner der RTL Castingshow „Deutschland sucht den Superstar" dem Sender verschrieben. Er wird professionell vermarktet und beraten. Auch ist Mehrzad jemand, der auf den Rat anderer hört, das brachte ihm den Sieg und die Gunst des Publikums. Wie lange sein Stern leuchten wird, wird man im Laufe der nächsten Wochen und Monate sehen.

Menowin Fröhlich ist der Böse. Er folgt keinen Regeln, lässt Termine platzen und hält sich selbst für den Besten, obwohl er aus Mangel an Disziplin viele Texthänger bei seinen Auftritten hat. Durch diese Einstellung scheint alles was er anfasst, wie Sand durch seine Finger zu laufen. Sein Leben ist ein Chaos, weil er es anzieht und selbst produziert.

Eigentlich sollte der DSDS-Juror Volker Neumüller sein Management übernehmen. Doch Menowin tanzt auf seiner eigenen Bühne. Jetzt haben sich mehrere Leute darum bemüht sein Management zu übernehmen.

Der erste im Bunde ist Rapper Sido (29, „Mein Block"). Menowin und er sind verwandt. Ihre Großeltern waren Geschwister. Die beiden haben sich erstmals in Sidos Berliner Wohnung getroffen. Menowin: „Wir haben uns mit Handschlag begrüßt. Ich wusste, dass er cool ist. Er sagt, was er denkt. Genau wie ich." Sido will seinem neu entdeckten Verwandten zur Seite stehen. Menowin in der „Bravo": „Sido hat mir versprochen, dass er mich unterstützt. Deshalb wird er darauf achten, dass mich niemand verarscht. Er wird für mich so was wie ein großer Bruder sein." Sidos Kommentar: „Als ich Menowins Mutter im Fernsehen bei ,DSDS‘ sah, dachte ich mir, dass es zwischen uns eine Verbindung geben könnte."

Der zweite Interessierte ist der Produzent Ralph Siegel (64). Er hält Menowin für ein Naturtalent mit sehr viel Energie und Musikalität. „Menwowin hat eine markante Stimme mit einem hervorragenden Wiedererkennungswert. Wenn wir uns über die Zielrichtung und musikalischen Vorstellungen einigen, produziere ich mit ihm gerne ein Album. Er ist ein klasse Sänger und braucht dringend eine starke Hand an seiner Seite!"

Der Dritte in der Runde der Möchtegern Manager ist der Wiener Opernballguru Richard Lugner (77). „Wenn man jemandem innerhalb kürzester Zeit etwas bietet und die anderen schlafen! Die, die schlafen, haben es halt verschlafen. Wir behandeln ihn in der Kategorie eines Opernballgastes. Er wird dabei auch Geld verdienen, und das wird ihm ja hoffentlich auch Spaß machen.." Auf seiner Seite kündigt Richard Lugner eine Autogrammstunde mit Menowin an, am 10. Mai um 18 Uhr in seinem Einkaufscenter Lugner City in Wien.

Ob sich Mehrzad und/oder Menowin langfristig im Musikbusiness etablieren können, werden die Zeit und die Zuhörer entscheiden. Doch bald drängen bereits wieder die neuen Gewinner von Castingshows in die Szene und die beiden verschwinden eventuell ganz von der Bildfläche. Wer sich dann noch als schwierig und chaotisch erweist, der hat trotzt Talent schlechtere Karten. Es gibt einfach zu viele die gut sind und Chaoten ziehen Chaos an und das braucht niemand in der eh schon harten Musikbranche.

06.05.2010 Bernhard Wiesbeck

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