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Terror in New York – Ölpest am Mississippi - kultur-szene.de
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03.05.2010 02:47 Uhr

Terror in New York – Ölpest am Mississippi

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten versinkt der legendäre amerikanische Traum im Chaos. Trotz Barack Obama gibt es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu viele, die tun und lassen können was sie wollen. In New York gibt es Terror- und am Mississippi Ölpestwarnung apokalyptischen Ausmaßes. Ein hoher Preis für Freiheit und ein schwerer Rückschlag für westliches Gedankengut. Was haben beide Ereignisse miteinander zu tun?

In New Yorks Times Square, an der Kreuzung der 45. Straße und der siebten Avenue, direkt vor einer Filiale der Bank of America parkte ein dunkelgrüner Nissan Pathfinder mit getönten Scheiben. Als Rauch aus dem Wagen aufstieg fand die Polizeit einen Sprengsatz, bestehend aus drei Propangasflaschen, zwei Benzinkanistern, Kabeln und Feuerwerkskörpern. Zwei Uhren mit Batterien dienten als Zeitzünder.

Die pakistanische Taliban-Gruppe Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) bekannte sich zu dem Anschlagsversuch in einem Video. Der Anschlag sei die Vergeltung für den Tod der beiden Islamistenführer al-Baghdadi und al-Mahadjer sowie „muslimischer Märtyrer" Mitte April. Sie waren durch US-Drohnenangriffe in Pakistan umgekommen. Die TTP soll Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Qaida haben.

Im Golf von Mexiko explodierte die BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon". Seitdem tritt Rohöl in 1500 Metern Tiefe aus mehreren Lecks aus. Tausende Helfer sind im Einsatz, 300 Schiffe und Flugzeuge stehen bereit. Nach Schätzungen der US-Behörden laufen täglich etwa 800 Tonnen Öl aus. In 3 bis 4 Tagen trifft der Ölteppich in der Größe Jamaikas auf die amerikanische Künste (Bundesstaaten Mississippi und Alabama). Es droht ein Massentiersterben und die schlimmste Ölpest aller Zeiten. US-Präsident Barack Obama machte die Umweltkatastrophe zur Chefsache.

Was läuft schief in unserer Gesellschaft? Warum tun wir uns das gegenseitig an?

Auf der einen Seite sind profitgierige Ölmagnaten, die mitten im Meer auf 1.500 Metern nach Öl bohren. Wenn dann was passiert, hat keiner einen blassen Schimmer, wie man reagieren soll. BP hatte im ersten Quartal 2010 einen Überschuss von 6,2 Mrd. Dollar. Der Umsatz stieg um 54 Prozent auf 73,1 Mrd. Dollar. Unverständlich, dass so ein Unternehmen nichts in die Sicherheit zu investieren scheint. Wer schiebt die ganze Kohle ein? Luxusjachten? Jetset Leben? Den Fischern, Austernzüchtern und der Tierwelt in der Region sollten die mal ihre Gewinnsucht erklären.

Auf der anderen Seite gibt es die Hasser der Freiheit. Diejenigen, denen die Gesellschaft nichts zu bieten hat. Dabei treffen zwei unterschiedliche Interessengruppen aufeinander. Die einen zerstören absichtlich, um an der Stabilität einer Regierung zu kratzen, die anderen haben mehr Geld als Verstand.

Fazit: Wir werden misstrauisch auf rauchende Autos reagieren und nie verstehen was ein Unternehmen mit 6,2 Milliarden Profit im Quartal macht. An Barack Obama liegt es nicht, der ist immer noch ein Symbol für Hoffnung in dieser Welt.

03.05.2010 Bernhard Wiesbeck

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