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01.03.2010 01:22 Uhr

Xing - Kunst

Argusauge
Alles was man in den kreativen Branchen beginnt, sollte man ernsthaft betreiben. Versuchen und ausprobieren sind tabu. Online Plattformen auf denen man sich präsentieren kann, schießen wie Gras aus dem Boden. Wer sich entschließt in der Cyberwelt Fuß zu fassen, sollte es so bestimmt betreiben, als würde er sich für den Job seines Lebens bewerben. Selbstpräsentation auf der Plattform Xing - mehr als eine Bewerbung.

Xing ist eine Online Businessplattform mit 8 Millionen Mitgliedern. Jedes Detail, ja jede Silbe im Profil ist entscheidend für Erfolg oder Misserfolg. Ja es ist wahr - auf diesen Plattformen zeigt sich was du kannst, wer du bist und was aus dir wird. Bist du ein Künstler - mach es ordentlich oder gar nicht.

Immer wieder stößt man auf Kreative bei Xing, die ihren Eintrag auf dieser Plattform auf die leichte Schulter nehmen. Flotte Sprüche, schlechte oder gar keine Profilfotos, lange unübersichtliche Sätze. Klar kann man sich rausreden, dass das Leben auch ohne die Präsenz im Cyberspace weitergeht, aber der erste Eindruck zählt, sonst fällt man durchs Raster und was das schlimme dabei ist, man merkt es gar nicht, wundert sich nur, dass sich keiner für einen interessiert.

Wer anonym bleiben will, der sollte Beamter werden und sich ein kleines Haus auf dem Land suchen. Wer aber in einem kreativen Beruf arbeitet, der sollte alles was er über sich weiß im Internet veröffentlichen. Mit jeder CD, jedem Buch, jeder Ausstellung muss man den Leuten Einblick in sein privates Leben gewähren. So funktioniert das nun mal.

Wenn dann der Tag kommt, an dem sich Journalisten um dein Privatleben kümmern, weißt du, dass du bis dahin alles richtig gemacht hast.

01.03.2010 Bernhard Wiesbeck

Kommentare

Geschrieben von Peter Kalb am 02.03.2010 15:44 Uhr

Ganz meine Meinung und endlich spricht es hier mal jemand an. Es heißt immer so schön "der erste Eindruck zählt". Dies gilt insbesondere auch für Profile im Web und einen ersten Eindruck kann man nur schwer wieder revidieren. Danke für den klasse Artikel.

Viele Grüße
Peter H. Kalb
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