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Zwischen Burn-out und Bore-out - kultur-szene.de
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14.01.2010 07:26 Uhr

Zwischen Burn-out und Bore-out

Überfordert oder Unterfordert? Wie läuft das in der kreativen Branche? Wenn es nur die Arbeit wäre, die uns Kreativen auf den Schultern lasten würde, dann wären wir wahrscheinlich rund um glücklich. Wäre da nicht der Verkauf, die Steuer, das Finanzamt, die kritischen Kulturbanausen und ein irrsinniger Wulst an Papierkram. Wie kriegt man das bloß auf die Reihe?

Es sieht so aus, als ob uns Kreativen nichts anders übrig bleibt, als den Erlös unserer Arbeit mit vielen anderen zu teilen. Galerien, Ausstellern, Eventfirmen, Berater, Vermittler, ... um nur einige zu nennen. Alle haben ihre Berechtigung, denn sie nehmen uns viel Arbeit ab. Dabei sollten wir uns aber nicht ausnehmen lassen.

Es ist eine harte Branche. H. P. Baxxter der Frontsänger von Scooter meinte: „Man muss alle anderen überrennen". Das ist aber nur so eine Redensart. Wer kreativ ist und damit sein Geld verdienen will, sollte sich so gut wie möglich verkaufen können oder lassen. Denn Burn-out (ausbrennen) bekommen wir, wenn wir alles selber machen und Bore-out (Unterforderung) stellt sich ein, wenn wir monotone Arbeit ausführen. Das trifft uns Kreative allerdings sehr selten. Also bleibt es beim Motto „teilen statt ausbrennen".

14.01.2010 Bernhard Wiesbeck

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