Sicherlich gehören ShirayasDream in jeder musikalischen Szene zu den Außenseitern - ein Image, das sie selbst kreiert haben: Immerhin brandmarken sie ihren genrebrechenden Mix aus Oper, Gothic, Synthpop und Electro als „Alien-Pop". Ab dem 28. Mai 2010 werden die selbst produzierten Alben „Magic Carpet Nights" und „Floating in Space" des Berliner Duos weltweit auf Online-Musikplattformen wie Amazon, itunes und Musicload zum Verkauf angeboten. Spätestens 2011 folgt das dritte Album „Venus Calls".
„Dracula trifft auf Rosenstolz und Klaus Nomi", schrieb das Musikmagazin Orkus (Ausgabe 5/2010) über den Stil von ShirayasDream. Mezzosopranistin Anna Aliena erinnert mit ihren theatralischen Gesangspassagen tatsächlich hin und wieder an den 1983 verstorbenen Countertenor Nomi, dem sie sogar ihren Part des Songs „Floating in Space" gewidmet hat. Auch dieser Herr hatte schließlich eine klassische Gesangsausbildung, ein Faible für Aliens und für die Verschmelzung gegensätzlicher Genres wie etwa Oper und Pop...
Komponist Oliver Höhne driftet auf instrumentaler Ebene jedoch nicht nur in außerirdische Gefilde ab: Seine Arrangements zieht es immer wieder in den Orient oder in schaurig düstere Märchenwwelten, die ganz allein seiner blühenden Fantasie entspringen. Auf dem Album „Magic Carpet Nights" erklingen Worldmusic-Elemente, opulente Streicherformationen, und Anna singt dabei mit betörender Stimme von dunklen Engeln, Hexen und anderen teuflischen Frauengestalten, denen die Männer willenlos ausgeliefert sind.
Bei poppigen Synthiebeats auf dem Album „Floating in Space" widmet sie sich anschließend den Liebesbeziehungen zu Aliens, bevor auf „Venus Calls" Enttäuschung einkehrt: Die Themen Eifersucht, Fremdgehen und Trennung ziehen sich wie ein roter Faden durch die insgesamt 14 Songs. Doch auch Menschenverachtung im TV, SM-Sex und lesbische Liebe werden gestreift. Der Traum der Mondgöttin Shiraya entpuppt sich plötzlich als Alptraum - zumindest in den Songtexten.
Musikalisch schweben ShirayasDream auf allen drei Alben mit ihrem Raumschiff auf Wolke 7. Die Synthpop-Facetten zeigen sich zwar ein wenig im Retro-Look der good old 80s, allerdings verleiht Annas Opernstimme dem ganzen einen innovativen Anstrich. Und darin liegt wohl das Geheimnis des Alien- Pops...
Bremer Philharmoniker präsentieren Highlights der kommenden Spielzeit
Experimentell, revolutionär und genial - wegweisende Werke der Musikgeschichte und kompositorische Meilensteine stehen bei den Bremer Philharmonikern im Mittelpunkt der kommenden Spielzeit. Am Samstag, den 5. Juni, lässt das Orchester Musikliebhaber, Klassikfans und Neugierige in das neue Programm hineinhören. Mit Auszügen aus Beethovens „Symphonie Nr. 7", Händels „Feuerwerksmusik", Wagners „Tristan und Isolde", Tschaikowskys „Symphonie Nr. 5" und „Ein Heldenleben" von Strauss sowie Gilbert and Sullivans Ouvertüre von „The Pirates of Penzance" stimmen die Bremer Philharmoniker musikalisch auf die Saison 2010/2011 ein und wecken die Lust auf Klassik. Der Eintritt ist frei.
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Klare Worte, klare Struktur
Robert Schumann gilt als Vorreiter der Neuen Musik - das ist für den 82-jährigen Michael Gielen eine Selbstverständlichkeit. Kürzlich wurde er mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet, den vor ihm Musiker wie Daniel Barenboim, Anne-Sophie Mutter oder der Komponist Henri Dutilleux erhielten. »Er kommt ein bisschen spät«, war Gielens trockener Kommentar. Der in Dresden geborene Dirigent ist ein Mann mit klaren Worten - und großem Engagement für alles Neue. Musikgeschichte hat er an der Frankfurter Oper geschrieben. Doch um die Popularität machte er einen großen Bogen. Gielen versteht sich eher als Intellektueller.
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Musikalisches Feuerwerk der Bremer Philharmoniker
Die Bremer Philharmoniker verabschieden sich bei ihrem letzten Philharmonischen Konzert vor der Sommerpause in ausgelassener Feierlaune von ihrem Publikum. Als Gäste haben sie sich gute und in Bremen nicht unbekannte Freunde eingeladen - Kolsimcha, the World Quintet!
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