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14.02.2010 01:36 Uhr
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Zauberhafte Pianistin

Inga Fiolia ist Musik pur. Mit drei Jahren tanzte sie, wenn ihr Vater am Klavier verschiedene Melodien zu Liedertexten ausprobierte. Pianoklänge waren schon immer so selbstverständlich für sie, wie der Griff in den Kühlschrank nach etwas Essbarem. „Ich fühlte mich in einer Welt der Fantasie und Schönheit und wollte auch dass andere Menschen das zu spüren bekommen". Mit 7 Jahren gab sie ihr erstes Konzert.

Während der Übungspausen ihrer acht Jahre älteren Schwester, setzte sich Fiolia ans Klavier und probierte eigene oder die gehörten Melodien nachzuspielen. Auf dem Klavier standen ihre Noten, die sie damals noch nicht lesen konnte. Es machte sie traurig, dass sie nicht in der Lage war, diese wunderschöne Musik zum Klingen zu bringen. Dennoch fing sie an zu üben ... ihre Ideen wenigstens ...

Später beim Notenlernen hat sie ihre Lehrerin verrückt gemacht, denn sie wollte die vorgegebenen Melodien beim Notenlesen ändern. Sie erkannte die Noten richtig, spielte aber ganz anders, nämlich ihre eigene Idee. Sie wollte von dem Stück innerlich überzeugt sein, schon bedeutende Werke spielen, aber nicht Noten lernen. Das fand sie uninteressant.

Heute sind diese Zeiten vorbei und sie ist glücklich, der zauberhaftesten Art der Musik, der klassischen Musik, dienen zu dürfen. Denn sie fand den Zugang zu ihr und beschäftigte sich mit den schönsten und meisterhaftesten Kompositionen, in denen es immer etwas zu entdecken gibt und alles harmonisch am richtigen Platz steht. In ihren Konzerten möchte sie erreichen, dass auch andere Menschen das zu spüren bekommen und ein Teil davon werden.

Dann erzählte sie uns noch eine kleine Anekdote:

"Mein erstes großes Konzert habe ich sehr gut in Erinnerung. Es war das Klavierkonzert von Berkowitsch mit dem Georgischen Staatlichen Kammerorchester im Konservatorium Tiflis. Ich war sieben (1989). Bevor ich zur Bühne ging, war meine Klavierlehrerin sehr nervös, ich aber ganz ruhig. Sie kontrollierte meine Hände, ob sie warm genug wären und sagte dann zu mir: "Inga... bitte... versuche wenigstens einmal, auf der Bühne ernst zu bleiben und dich wie eine Erwachsene zu benehmen und nicht zu lachen." Ich ging also auf die Bühne und fand alles ganz lustig, lachte aber nicht. Das habe ich für mein ganzes Leben gemerkt. "Im Juli 2009 spielte ich in Köln das Klavierkonzert Nr. 2 von Liszt mit der Philharmonie Südwestfalen. Nach dem Konzert kam aus dem Publikum mein Kollege, ein argentinischer Dirigent, um mir zu gratulieren. Er war total begeistert und sagte: "Inga, das war wirklich so fantastisch gespielt, aber du schaust immer so ernst auf der Bühne. Bitte... Du musst doch mehr lachen!"

Mittlerweile ist Fiolia 26 und kann mit folgenden Preisen aufwarten:

1. Preis Lions Musikwettbewerb, Remscheid, Deutschland.(2008)
"Publikums- Preis" beim Klavierwettbewerb Rösrath.(2008)
1. Preis Internationaler Klavierwettbewerb "Lorenzo Perosi", Italien (2007)
1. Preis Internationaler Klavierwettbewerb "Carlo Mosso", Italien (2007)
2. Preis im 7. Internationalen Klavierwettbewerb "Giovani Talenti", Italien (2007)
3.Preis im Internationalen EPTA Wettbewerb für junge Pianisten, Belgien (2006)
"Piano NEWS" Preis bei "Hommage an Frederic Chopin", Deutschland (2005)


Ihre nächsten Konzerte:

26.03 Erftstadt
16.04 Bochum, Kulturwerkstatt am Hellweg
18.04 Bochum, Kulturwerkstatt am Hellweg

Inga Fiolia ist eine zauberhafte Pianistin und wer ihre Homepage anklickt, wird gleich von ihren Klängen verzaubert: www.ingafiolia.com

13.02.2010 Bernhard Wiesbeck

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