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15.03.2011 11:07 Uhr
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Die große Atomkraftdiskussion

„Ich brauche keine Atomkraft. Mit genügt der Strom aus der Steckdose." - „Was kann da schon passieren, das ist nichts anderes als eine moderne Dampfmaschine." - „Diese ewigen Atomkraftdemos. Was wollen die eigentlich alle? Die verbrauchen doch auch Strom." „Besser Radio-Aktiv als gar keinen Sender hören." „Supergau! Solange es nicht bis zu uns kommt, ist mir das egal." Die Diskussion um die Atomkraft bekommt ein neues Schreckmoment.

Wir haben noch die Bilder verstümmelter und deformierter Menschen im Gedächtnis. Alles Fehler der Vergangenheit. Das kann heutzutage nicht mehr passieren. In Japan scheint es keine Atomkraftgegner zu geben. Pech gehabt, dann fliegen die Dinger halt in die Luft, wenn mal was passiert. Da wird eine Metropolregion wie Tokyo mit 35 Millionen Menschen unbewohnbar. So schlimm ist das nun auch wieder nicht. Muss man die Insel halt für 20 Jahre dicht machen.

Da spielen ein paar unfähige Wissenschaftler, die sozial nicht lebensfähig sind Gott. Sie schalten ein, schalten aus. Vergessen das Kühlwasser nach zu pumpen. Sie sagen: „Das macht nichts. Da ist nichts passiert. Klar, das kann schon mal passieren, dass das Dach von ein paar Reaktorgebäuden weggesprengt wird. Kein Grund zur Sorge. Wir haben alles unter Kontrolle."

Gehorsam höret auf diejenigen, die wissen was sie tun. Klar wir brauchen Energie. Wir sind auch dabei, mit erneuerbarer Energie zu arbeiten. Ein Atomausstieg in 30 Jahren, das ist akzeptabel.

Wissen wir wirklich was wir tun? Bringen wir uns auf neuen Wegen selbst um? Wird Tokio die nächsten 2 Jahre von Terroristen heimgesucht? Welche anderen Ländern spielen noch mit Atomenergie?

Diskutieren Sie mit. Welche Gefühle löst das Geschehen in Japan in Ihnen aus oder lässt Sie das ganze etwa kalt, weil es ja so weit weg ist und die radioaktive Wolke bei uns nicht landet.

15.03.2011 Gido

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