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10.06.2010 10:11 Uhr

Neue Wege im Kunst- und Kulturvertrieb

Zu den klassischen Ausstellungen, Lesungen und Kulturveranstaltungen kommen immer wieder die gleichen Leute, an die immer selben Orte. Das Motto lautet in Zukunft: „Kultur soll alltagstauglich werden" und deshalb an Orten zu finden sein, an denen man unbedacht und ohne große Kunstkenntnisse einfach das schöne, aufregende und spannende daran genießen kann. Keine extra Anfahrt, kein Dresscode, keine bedachtsamen Reden über sich ergehen lassen und ohne großen Aufwand, sehen, hören und erwerben.

Wer war nicht schon mal versucht, sich einen Kunstdruck im Baumarkt zu kaufen. Warum tut man das? Weil es billig ist? Weil es einfach ist? Weil der Kunstmarkt unverständlich und verlaufen ist.

Kunst im öffentlichen Raum

Wer Brad Pitt heißt, der geht auf die Art Basel, bezahlt einen Sachverständigen und lässt sich Bilder zeigen, von denen man hofft, dass sie zumindest den Wert behalten, besser noch eine Wertsteigerung erfahren. Dann kauft man für eine Million Schweizer Franken einen Neo Rauch.

Kunst im öffentlichen Raum

Jeder Künstler träumt davon, sich eines Tages so vermarkten zu können. Nur wenige schaffen es mit der Ungewissheit, dass dieses Kartenhaus jeden Tag zu jeder Zeit einstürzt. Dennoch eifert man in Kunsthochschulen in diese Richtung. Künstler sein bedeutet Leiden, dadurch gewinnt die Arbeit an Tiefe und Aussage.

Kunst im öffentlichen Raum

Das Leben ist schwer genug und sich in noch mehr Unglück zu stürzen, um eine aussagekräftige Vita vorlegen zu können, wirkt in der modernen Zeit eher weltfremd als angesagt.

Natürlich gibt es viele Orte an denen Werke von Künstlern mit offenen Hängen ausgestellt werden, an denen Autoren aus Ihrem Buch lesen und Künstler auftreten. Bezahlen will man meistens nichts dafür, was die gegenseitige Stimmung nicht ankurbelt und das ganze in Unzufriedenheit und Frust enden lässt.

Kunst im öffentlichen Raum

Schuld sind immer die anderen, oder diejenigen, die sich auf diesen Kuhhandel einlassen. Kunst und Kultur hat seine Berechtigung und ist mit Arbeit und Aufwand verbunden, der honoriert werden muss, um ihn am Leben zu erhalten.

Das Kultur-Netzwerk stellt ein Vertriebssystem vor an dem alle profitieren, Künstler wie Kulturinteressierte. Kunst muss nicht von studierten Kuratoren verkauft werden, um seine Berechtigung zu haben. Bücher müssen nicht vom besten Verlag vermarktet werden, um gut zu sein.

Kunst im öffentlichen Raum

Was auf jeden Fall nicht sein kann ist, dass Kunst im Baumarkt gekauft wird, weil dort ein unkomplizierter Vertriebsweg geboten wird. Kunst muss gefallen und für alle zugänglich sein.

Das ist wie mit der Religion. Jeder begreift sie auf seine Weise, mit seinem Wissen und seinen Vorstellungen und das soll auch hier der Grundgedanke sein.

Kunst im öffentlichen Raum

Bis 2015 bietet das Kultur-Netzwerk zwischen 3.000 und 5.000 Kunstwerke an 500 Standorten in Europa, an unterschiedlichsten Standorten. Dazu gibt es Lesungen und kulturelle Veranstaltungen und alles mit einem passenden Vertriebssystem. So schafft sich die Kreativbranche neue Absatzmärkte und findet einen direkten, einfachen Weg zum Interessierten. Diese Kreativstandorte gibt es bald auch in Ihrer Nähe.

Standorte Und Künstler bewerben sich bei Bernhard Wiesbeck unter:
b.wiesbeck@kultur-netzwerk.com

08.06.2010 Bernhard Wiesbeck

Kommentare

Geschrieben von Andreas Schubert am 16.07.2010 17:30 Uhr

Genau unsere Gedanken!
Auch wir gehen immer öfter "raus". Bringen die Kunst zu den Menschen.
Man fragte mich neulich: "Was ihr seid bei einer 700-Jahresfeier dabei? Andreas als Künstler tut sich das an?" Oh ja wir waren dabei, und der Erfolg gab uns recht!
Ebenso bei Ausstellungen an Orten wo man meistens keine Kunst vermutet.
Ungewöhnliche Orte - das heißt nicht, dass keiner kommt - das heißt auch nicht dass keiner kauft!
Ungewöhnliche Orte - sie ziehen die Menschen an - sie zeigen dass Kunst alltagstauglich ist!

Traude Fuchs

Geschrieben von Mina S. Ruprechter am 27.10.2010 20:24 Uhr

Hallo! So ähnlich ist das Konzept unsrer Galerie vom Kunst-und Kulturverein der Artsonauts in Kramsach in Tirol!

Wir vereinigen Kunst mit anderen gesellschaftlichen Events, wie Konzerte, Dj´s, Lesungen und vielem vielem mehr! Dadurch erreicht man eine sehr viel größere bandbreite von menschen, die vielleicht sonst keine Galerie besuchen. Großen Wert legen wir auch auf unsere "wohnzimmerartige Athmosphere" in der sich die Leute wohl fühlen sollen- und sie nicht verschrecken, wie in gleisent hell beleuchtetetn Galerieräumen! Unser Erfolg spricht für sich- wir können uns über Interesse von den Medien her und großen besucherzahlen freuen!

Vielleicht können wir mal in irgendeinen Weg zusammenarbeiten! Freue mich über jegliche Kooperationen!
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