Sieben junge Frauen mit unterschiedlichen geografischen Wurzeln wurden unvorbereitet mit einer ölartigen Flüssigkeit überschüttet. Jede Gesichtsregung, jeder Gefühlsausbruch wurde mit Highspeed-Video- und Fotokameras mit 500 Bildern pro Sekunde festgehalten. Den Brüdern geht es bei diesem Experiment um das Mahnen an die großen Ölkatastrophen durch die "metaphorische Gleichstellung des Menschen mit den vom Öl verschmierten Vögeln". Zur Eröffnung am 9. Februar 2011 um 19 Uhr werden die Videos, das Making-Of und Fotos zum Projekt in den Foren der Urania gezeigt. Die Filmmusik wurde eigens von Jo Blankenburg für das Projekt komponiert.
Die letzte Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Frühsommer 2010 liegt erst wenige Monate zurück und scheint doch fast vergessen. Ölverklebte, am Strand verendende Vögel sind längst zu einem Sinnbild geworden für den allein vom Kommerz dirigierten, der Natur gegenüber verantwortungslosen Umgang mit Ressourcen. Die Meeresbewohner haben keine Chance, der klebrigen, schwarzen Pest zu entgehen. Wie aber reagieren junge Frauen unterschiedlicher Herkunft darauf, unversehens mit einer ölartigen Flüssigkeit übergossen zu werden?

Die „Opfer" waren sieben junge Frauen mit unterschiedlichen geographischen Wurzeln. Nur mit einem Bikini bekleidet lag jede von ihnen auf einem weißen Brett in einem flachen Pool. Sie waren gefordert, der Ungewissheit mit geöffneten Augen entgegen zu blicken, nicht wegzuschauen und sich nicht wegzudrehen. Neun Liter einer schwarzen, ölartigen Substanz ergossen sich vier Sekunden lang über das Gesicht. Das kurzzeitige Überfluten der Nasenlöcher und des Mundes sorgte für einen Schreck-Moment und Atemlosigkeit. Anschließend stellten sich die ölverschmierten Frauen einem Interview, das ebenfalls auf Video aufgezeichnet wurde. Das Projekt soll mit prominenten Persönlichkeiten fortgesetzt werden, um das Thema Umweltverschmutzung auf eine künstlerisch-ästhetisch ansprechende und eindringliche Weise weiterhin ins Bewusstsein zu rufen.
Über die Künstler
Als Jochen und Andreas Fuchs in Bayern geboren, wurden beide unter ihren Künstlernamen international bekannt.
Jo Blankenburg, 1972 in Kulmbach geboren, startete seine Karriere als Komponist mit dem Gewinn eines MTV-Awards. Der Schwerpunkt seines musikalischen Schaffens ist neben der New Age Solo Pianomusik das Komponieren von Filmmusik für Kino-, TV und Dokumentarfilme.
Andy Fox, Jahrgang 1968, verbindet man mit spektakulären Surf-Aufnahmen aus Hawaii und einem Faible für Outdoor Sport-Reportagen, die er im Auftrag von Industriekunden und Lifestyle-Magazinen realisiert. Als "Global Storyteller" arbeitet er seit 2008 mit seinem Bruder zudem an Kurzfilm- und Multimediaprojekten.
Von 2012 bis 2022 bietet das Kultur-Netzwerk 100 Künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeiten auf allen 5 Kontinenten auszustellen.
"In der von Medien geprägten Informationswelt des 21. Jahrhunderts werden nicht widerspenstige, sich selbst verherrlichende Helden die kulturelle Geschichte prägen, sondern eine neue Riege von Künstlern mit Vorbildfunktion." Frei nach diesem Motto werden die Künstler ausgesucht.
Anmeldung und Teilnahme sind kostenlos. Anmeldeschluss ist der 31. Dezember 2011. Weitere Informationen im Text.