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12.05.2011 10:27 Uhr
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Osama bin Laden lebt

Es war einmal ein Planet der sich Erde nannte. Es gab frisches Wasser zu trinken, es machte Freude, die reine klare Luft zu atmen und es gab genug Nahrung für alle. Im Laufe der Jahrmillionen entwickelte sich ein Lebewesen, das sich homo sapiens sapiens nannte und ein Bewusstsein seiner selbst entwickelte. Es schloss sich zu kleinen Gruppen zusammen und verteidigte das Gebiet auf dem es lebte. Überzeugt von seiner Art zu leben, seiner Kultur, seiner Sprache und seinem Glauben, begann es mit Feldzügen, um den Rest der Welt zu bekehren.

Diese Eroberungen nahmen immer größere Ausmaße an. Oft war es die Idee eines motivierten Einzelnen, die Millionen in den sicheren Tod trieb, nur um Machtgelüste zu befriedigen, einen Platz in der Geschichte einzunehmen und um in einer Welt der eigenen Vorstellung leben zu können.

Ungerechtigkeiten gab es genügend. Die einen schwiegen, die anderen wehrten sich. Bald ging es um die Vorherrschaft auf dem Planeten und um ein gemeinsames Gedankengut.

Modernste Kommunikationsmittel gaben Einblick in das Leben auf der anderen Seite der großen Kugel und so stellte man fest, dass Diktatoren herrschten und Machtkämpfe für eine bessere Welt geführt werden mussten.

Es gibt ein Bestreben, das Gedankengut auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. In manchen Gegenden sind die Menschen sehr aufgeschlossen, in anderen hält man bis zum Tod an Traditionen, Kulturen und Religionen fest.

Falls es im Universum Lebensformen gibt, die als Entdecker ferne Welten erforschen und die auf die Erde kommen, was würden sie für Schlüsse ziehen?

Die Lebewesen, die sich Menschen nennen betreiben Raubbau an Ihren eigenen Ressourcen. Machthaber motivieren und bezahlen ihre Anhänger um auf andere zu schießen. Konflikte brodeln seit Generationen auf höchster Ebene und werden an die nächste Generation weitergegeben.

Wenn man die Schuldigen nicht erreicht, greift man die Unschuldigen an. Und obwohl die meisten Menschen nur in Frieden leben, ihre Kinder großziehen und genug zum Essen haben wollen, werden sie zur Zielscheibe der Unzufriedenen.

Die Menschen lernen aber aus der Geschichte:
Vernichte deinen Gegner völlig.
Vergewissere dich, dass kein Märtyrertum aufkommt.
Zerstöre den Ruf des Feindes gleich mit.

Wie lange wird dieser Prozess, gemeinsame Werte zu finden noch dauern? Wird die Welt diese Entwicklung überleben? Können wir trotz unterschiedlicher Ansichten in Vertrauen miteinander leben?

Dein Gott ist nur ein Prophet meines Gottes! Was soll das?

Die ganze Welt verfolgt mit unterschiedlichsten Emotionen die Tötung von Osama bin Laden. Wir sollten uns fragen, wie es zu dieser Entwicklung kam? Wir grenzen andere Menschen aus, entheben sie ihrer Ämtern, kündigen und verbannen sie, auf dass sie uns nie wieder begegnen mögen.

Früher konnte man die Außenseiter noch auf einsame Inseln oder Kontinente verbannen. Heutzutage bleiben sie als Geächtete unter uns. Vielleicht sollten wir uns generell Gedanken über unser Miteinander machen und wie es dazu kommt, dass wir keinen gemeinsamen Nenner finden, nebeneinander leben zu können. Sind wir nicht alle gleichen Ursprungs, atmen die gleiche Luft und trinken das gleiche Wasser.

Sollten wir mal 1000 Jahre alt werden, wird man uns die ersten 100 Jahre wohl zu Erziehungs-, Ausbildungs- und Verständniszwecken wegsperren. Danach dürften wir genügend Verständnis entwickelt haben um freiheitlich miteinander leben zu können.

Schlusswort:
Der Titel dieses Artikels macht mir Kopfzerbrechen. Müssen wir wirklich zu drastischen Maßnahmen greifen um einen Dialog anzufachen und ist der Dialog danach überhaupt noch möglich?

12.05.2011 Doc Simmens

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