Start Kunst Literatur Musik Bühne Medien Leben Shop Kalender Kultur-Netzwerk Nachrichten
17.07.2011 10:30 Uhr
<< Zurück

Aufbauen, Ausstellen, Abbauen – eine etwas andere Ausstellung

Bei vielen Ausstellungen herrscht am Tag der Vernissage reger Betrieb und dann hängen die Bilder wochenlang, einsam in irgendwelchen Räumen. Warum also nicht nur mal für einen Tag ausstellen? Dies dachten sich die nordbayerischen Künstler Peter H. Kalb, Axel Flitsch, Peter Tost und Lutz Bechauf, als sie gefragt wurden, ob sie nicht zu einem Firmenjubiläum ausstellen wollten.



Die MOTIVA DV-Support GmbH aus Erlangen wollte ihr 25-jähriges Firmenjubiläum auf eine etwas andere ART begehen. Sie wollte ein Straßenfest und Kunstevent veranstalten. Dazu bot sie den vier Künstlern an, ihre Werke in zwei großen leerstehenden Lagerhallen auszustellen. Bei einer ersten Ortsbegehung sagten die Vier spontan zu, die Räume waren Klasse, auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch ein paar Paletten Regale und ein „wenig" Abfall in den Räumen war. Nach den Vorarbeiten war es dann aber am 15. Juli soweit. Die Künstler reisten mit ihren Bildern an und begannen mit dem Hängen.

Nach vier Stunden hingen die Werke und standen die Skulpturen. Ein bunter Mix unterschiedlichster Arbeiten. Landschafts- und Infrarotfotografien von Lutz Bechauf, Schwarz-Weiß Portraits von Peter Tost, Archetypen von Peter Kalb und die bunten und nachdenklich stimmenden Bilder von Axel Flitsch. Durch die geschickte Platzierung in den beiden Hallen. Entstand kein Bilderchaos für den Betrachter. Jeder der Künstler hatte einen optisch getrennten Bereich. Und auch die Gemeinschaftsarbeiten von Flitsch und Kalb fanden ihre eigene Wand.

Am 16. Juli um 14 Uhr war es dann soweit. Die Jubiläumsfeier und die Ausstellung wurde durch den Geschäftsführer Michael Geis eröffnet. Nach den Ansprachen des Oberbürgermeisters Siegfried Balleis und einem ersten Auftritt der Reggae Band von Abaas Ewig wurden dann die Tore zu den Ausstellungräumen geöffnet. Circa 150 Besucher strömten in die Hallen. Viele der Besucher zeigten sich begeistert von dem Lagerhallen-Flair, bestückt mit Kunst.

Jeder Besucher fand auch seinen Favoriten. Viele blieben an den Infrarotfotografien von Lutz Bechauf stehen und befragten ihn zu seiner Technik. Andere standen immer wieder vor den Gemeinschaftsarbeiten von Peter Kalb und Axel Flitsch zu dem Thema „Wenn Richten, ... dann Aufrichten" und wunderten sich, wie zwei Künstler mit solch unterschiedlichen Stilrichtungen zusammenarbeiten können. Auch Peter Tost fand viele Fans seiner Portraits.
Den ganzen Nachmittag wurde diskutiert und geredet. Einige Besucher verbrachten Stunden in der Ausstellung.

Das Fazit für die Künstler war äußerst positiv, viele interessante Begegnungen, Gespräche und Reaktionen. Und so „Nebenbei" wurden fünf Arbeiten verkauft. Vom Erlös dieses Verkaufes werden 10% an „Die Tafel" in Erlangen gespendet. Also eine rundum gute Sache.
Nach sieben Stunden wurde die Ausstellung dann wieder geschlossen. Und am Tag danach wird abgebaut.

Noch eine positive Sache gab es für die Künstler: Der Vermieter der Lagerhallen will die Räume den Künstlern für weitere Events kostenfrei zur Verfügung stellen.

Kommentare

Newsletter abonnieren

Ihre EMail:
Ihr Vorname:
Ihr Nachname:

Freunden empfehlen

Weitere Artikel

Die Geschichte des Eies, oder Eier die Geschichten erzählen

Sie schreibt, sie denkt und sie hat das Ei neu erfunden, die Künstlerin Cosia Immerscheen. Sie hat etwas genommen, was wohl jeder kennt. Ein Jeder hat es schon roh, gekocht oder gebraten gesehen. Aber noch Niemand hat gesehen, welche Geschichten in einem Ei stecken. Mit Ihren grafischen, fotografischen Bildern, gibt sie den Eiern die unterschiedlichsten Gesichter und bringt sie zum Sprechen.

[mehr]
Kunstwerk mit vielen Sichtweisen und zahllosen Interpretationen

Kunstwerke kann man aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Auch aus den unterschiedlichsten räumlichen Blickwinkeln. Dazu kann man Kunstwerke in unterschiedlichsten Umgebungen, vor unterschiedlichen Hintergründen betrachten. Und es gibt Kunstwerke, die förmlich dazu einladen, alles oben Genannte mit Ihnen zu tun. Und dann, bei diesem Spiel mit dem Werk, neue Interpretationen für sich zu finden.

[mehr]
Der „umgekehrte“ Dominoeffekt

Beim Dominospiel fallen die Steine, einer stößt den nächsten an. Eine Kettenreaktion beginnt, die erst dann aufhört, wenn alle Steine liegen.

Der "umgekehrte" Dominoeffekt, der geht genau anders herum. Einer beginnt aufzustehen oder richtet sich selber auf. Dann beginnt er den Nächsten aufzurichten. Solange bis alle aufgerichtet sind.
Diesen "umgekehrten" Dominoeffekt hat Peter H. Kalb mit seinem Projekt "Wenn Richten, .. dann Aufrichten" begonnen aus zu lösen. Der Gedanke des Aufrichtens wird mit seiner Skulptur um die Welt gehen.

[mehr]

Diese Seite verlinken

Anzeige

Wettbewerb: Bild des Monats

Anzeige

Fotogalerien

Wettbewerb: Video des Monats

Kultur-Netzwerk Cafe