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31.10.2010 13:00 Uhr
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Bunte Bilder gegen braunen Spuk

Nürnberg/Wunsiedel: Wieder einmal durften die Neonazis marschieren. Unter dem Vorwand eines Trauermarsches für den verstorbenen NPD-Vize Rieger, suchten sie am 30 Oktober 2010 Wunsiedel auf. Den Ort an dem der Hitler Stellvertreter Rudolf Hess begraben wurde. Den nur knapp 150 Nazis stellten sich über 500 Demokraten gegenüber. Neben Bürgern Wunsiedels, Vertreter der Parteien und Bürgerinitiativen auch der Nürnberger Künstler Axel Flitsch.

Um 12:30 begann die Veranstaltung der Demokraten am Obelisken, einem Mahnmal für Demokratie und Menschenrechte. Unter Bewachung durch ein Grossaufgebot der Polizei setzte sich der Zug in Richtung der Veranstaltungsbühne in Bewegung. Vorangetragen ein Banner mit der Aufschrift „Wir gedenken der Opfer, nicht der Täter". Auf der Bühne begann ein buntes Programm. Neben Reden gab es jüdische Musik, Gottesdienste und am Markplatz ein Kirchen-Cafe.

Zusätzlich fand in diesem bunten Treiben in der Stadtgalerie eine Ausstellung statt. Gezeigt wurden knapp 100 Bilder über den Todesmarsch durch Wunsiedel. Werke die der Nürnberger Axel Flitsch, die Bopparderin Heike Müller und die Wülfratherin Kerstin Büdinger erstellt haben. Viele Besucher zeigten sich beindruckt. „Ich muss jetzt gehen" so eine Besucherin, „Ich halte diesen Druck in diesem Raum nicht mehr aus". Auch sie war beeindruckt und zugleich erschüttert. Frau Dr. Simone Richter, vom Bayerischen Bündnis für Demokratie und Toleranz zeigte sich auch bewegt. Sie sagte Unterstützung zu, um die Bilder an weiteren Orten zu zeigen.

Dann schließlich wünschte eine Besucherin, dass die Bilder beim Abschluss der Kundgebung durch die Stadt getragen werden sollten. Entlang der Route des Todesmarsches in Wunsiedel im April 1945. So wurden fünf großformatige Werke schließlich durch Bürger durch die Stadt getragen. Vorbei an den Orten von denen Zeitzeugen berichteten. ....ihre Berichte bildeten die Grundlage für die Werke der drei Künstler.

31.10.2010 Bernhard Wiesbeck

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