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27.03.2010 13:07 Uhr
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Die Foto Gurus

Wer durch die Bilderwelt, der in Schwäbisch Hall lebenden Fotografen Dora und Uli Linder wandert, stolpert über Ästhetisches, Skurriles, Tiefgründiges und Feinsinniges. Klar, die beiden machen unter anderem auch alles was ihnen von Auftragsgebern zugetragen wird, dann gibt's aber auf jeden Fall Innovation, Kreativität und Einfallsreichtum als Zugabe.

Dora kam mit 16 über ein Sportfotografen Praktikum zur Fotografie und machte danach Pressebilder für ein Boulevard-Blatt. 1998 lernte sie bei Studioproduktionen ihren Mann Uli kennen. 2000 eröffneten beide ihr gemeinsames Studio für Werbe- und PR-Fotografie in Köln.



Seit November 2009 leben Dora und Uli Lindner im Landkreis Schwäbisch Hall. Sie wohnen und arbeiten im "Schlössle", wie ihr Haus dort heißt, mitten in einem wunderschönen einsamen Tal. „Das Studio ist klein, aber reicht völlig aus". Beide arbeiten im Team. Ihm liegen eher die Sachen, die nicht Sprechen, also Produkte, Reportage, Industriefotografie und Architektur. Er ist außerdem für Requisitenbau und Bildbearbeitung zuständig. Sie mag es gerne, wenn es spricht, arrangiert gerne Stills.

Da Dora und Uli noch aus "der alten Schule" kommen, versuchen sie das beste Ergebnis zu fotografieren und setzen Photoshop und Co. so wenig wie möglich ein. Ein anderer Spruch von den beiden ist: "Wie, Sie sind Fotograf und können kein Dach decken?" Sprich sie haben schon ziemlich „heiße" Kundenwünsche umgesetzt. z.B. Sofas in Windeseile bezogen, fließend Wasser ins Studio gelegt, Bäder aufgebaut und ovale Kondome rund geformt.



Zu den freien und skurrilen Fotos meint Dora: „Mich fasziniert, wie sich die Dinge durch die Makroperspektive verändern, oftmals nicht mehr erkennbar sind. Beim Skurrilen geht es mir vor allem darum, das "Ekelige" nicht abstoßend zu fotografieren und das festzuhalten, was eigentlich nicht sein kann. Sie entstehen in der Regel, wenn mir langweilig ist oder ich etwas tolles entdeckt habe. Ich bin ein fürchterliches neugieriges Spielkind. Der Besuch z.B. beim türkischen Lebensmittelhändler oder Markt ist ein Erlebnis für mich, es gibt in der Fleischtheke und auch sonst so viel zu entdecken. Meinen Mann kann ich zur Verzweifelung treiben, weil ich dann völlig gebannt stundenlang starren kann."



Auch Privates haben uns die beiden verraten: „Wir schätzen das Leben auf dem Lande. Unsere Windhunde, Katzen und Pferde. Bis vor kurzen haben wir rote Wollschweine, Gänse und Hühner gezüchtet. Alles Getier war handzahm, ein Schwein ist besser an der Leine gegangen als unsere Hunde und hat auch artig Sitz gemacht und vom Löffel gefressen.



Weitere Informationen und Kontakt:
http://www.Linder-Linder.de

27.03.2010 Bernhard Wiesbeck

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