Start Kunst Literatur Musik Bühne Medien Leben Shop Kalender Kultur-Netzwerk Nachrichten
15.04.2010 00:59 Uhr
<< Zurück

Wasser-Zeichen

Die Erdoberfläche ist zu zwei Drittel mit Wasser bedeckt. Wen wundert es da, dass sich die unterschiedlichsten Menschen mit diesem Element auseinandersetzen. Die freiberufliche Malerin Angelika Jäkel (Künstlername LEONI) betrachtet die Oberflächenreflexionen des Wassers und setzt diese Faszination in ihren Arbeiten um.

LEONI fühlt sich der Natur zutiefst verbunden und hat sie daher zum Hauptgegenstand ihrer Malerei erklärt, genauer ausgedrückt, ist es das Thema „Wasser". Seit elf Jahren malt sie an der Serie „Wasserbilder", dennoch erklärt sie die Serie als nicht abgeschlossen, weil sich immer neue Aspekte auftun.

Ihre Bildern vermitteln den Zauber ihrer ganz persönlichen, kontemplativen Sicht auf das Thema. Tageszeiten, Jahreszeiten, Tiefe und Bewegung des Wassers sind Bedingungen, die eine unendliche Vielfalt an Variationen von Farben und Formen hervorbringen. Ihre Bilder sind Momentaufnahmen dieser Erfahrung.

Mit Hilfe des Photoapparates macht sie das sichtbar, was unser Auge vielleicht kurz wahrnimmt, aber nicht unbedingt erkennen kann: Wiederkehrende, fraktale Formen von Wasserspiegelungen, durch ihre Kamera schräg auf der Oberfläche gesehen und im Moment festgehalten und eingefroren. Sie fertigt unzählige Photos von diesen Beobachtungen an, die ihr später als Erinnerungshilfen dienen.

Der Malprozess findet hinterher im Atelier statt, wo sie die Aufnahmen der farbigen, ornamentalen Licht - und Bewegungsreflexe malerisch umsetzt und ihre Interpretation gibt. Paradoxerweise wirken die Gemälde eher abstrakt, obwohl sie ja der Natur entnommen sind.

Geplant baut sie die Leinwandarbeiten in Öl mit einer ihr sehr eigenen, zeitaufwendigen Technik auf: Zum Teil lasierend, mehrere leuchtende Farbschichten übereinandersetzend, aber auch deckend, Farbübergänge schaffend, sogar mit den Fingern Linien wieder verwischend, schafft sie eine glatte Bildoberfläche, die selten durch Pinselspuren gekennzeichnet ist.

Vom 26. Mai bis 29. Oktober 2010 sind die Wasserbilder in den Räumen des Bundesrechnungshofes, Adenauerallee 81 in 53113 Bonn zu sehen.

Die Ausstellungseröffnung findet am Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 18.00 Uhr statt.
Begrüßung: Prof. Dr. Dieter Engel, Präsident des Bundesrechnungshofes
Einführung: Andre´Falck, Kurator für Ausstellungen
Musikalischer Rahmen: Nick Nikitakis mit Kölner Bluesrock.
Die Künstlerin ist anwesend.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo - Fr von 10 - 16.30 Uhr

Weitere Informationen: http://www.leoni-art.de

15.04.2010 Bernhard Wiesbeck

Kommentare

Newsletter abonnieren

Ihre EMail:
Ihr Vorname:
Ihr Nachname:

Freunden empfehlen

Weitere Artikel

Die etwas andere Zeichenstunde Wenn Künstler ans "Aktzeichnen" denken, dann denken sie an sterile Räume, schlechte Beleuchtung und langweilige Modelle. Dr. Sketchy's Anti-Art School macht dies zu einer überholten Sichtweise. [mehr]
Grafikdesigner oder Künstler Was unterscheidet eigentlich einen Grafikdesigner von einem Künstler? Als „Kreative" kann man beide bezeichnen. Liegt der Unterschied darin, dass der eine sein Ergebnis Produkt nennt und der andere dieses als Kunstwerk bezeichnet? Wir haben uns mal die Arbeit und das Angebot des Grafikdesigners Christoph Vollmer ansehen und sind auf Spurensuche gegangen mit überraschendem Ergebnis. [mehr]
Vertraute Kunst Wie aus Alltäglichem Kunst wird, zeigt die Künstlerin Birgit Rüberg mit ihrer fünfzehnteiligen Installation aus bestickten Babybodies mit dem Titel: „Muttermund". Interessant sind die Erklärungen der Künstlerin, die auf feinsinnige Art verständlich machen, worum es ihr bei diesen Arbeiten geht. [mehr]

Diese Seite verlinken

Anzeige

Wettbewerb: Bild des Monats

Anzeige

Fotogalerien

Wettbewerb: Video des Monats

Kultur-Netzwerk Cafe