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18.04.2010 02:58 Uhr
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Zwei auf einen Streich

Unter diese Überschrift könnte man die Ausstellungen des Nürnbergers Axel Flitsch und der Bopparderin Heike Müller setzen. Am Donnerstag und am Freitag letzter Woche hatten die beiden zwei gemeinsame Ausstellungen in Prüm. Das Thema beider Ausstellungen war der Genozid in Ruanda.

Am Donnerstag waren die Bilder bei einer Lesung des Schriftstellers Rainer Wochele zu sehen. Er lass aus seinem Buch „Der General und der Clown". Wochele selber zeigte sich begeistert, das sich unter dem Thema Ruanda die bildende und die schreibende Kunst „begegnen" und das gleiche Ziel vor dem Auge haben: Etwas gegen das Vergessen des Genozids zu tun und Aufzurütteln. Die Lesung am Donnerstag wurde von 40 Menschen besucht, die sich durch die Texte Wocheles und durch die Bilder sichtlich bewegt zeigten.

Am Freitag ging es weiter. Im Rahmen eines vom Regio-Gymnasium vorbereiteten Gottesdienstes wurde auch die Ausstellung eröffnet. 40 Bilder stellen die beiden Künstler dort aus. Bilder auf denen zum einen glückliche Kinder aus Ruanda zu sehen sind, zum anderen, in vor Farben schier platzenden Darstellungen, die Grauen des Genozids dargestellt werden. Die Bilder Flitsch's laden den Betrachter dazu ein hinzuschauen, auf den ersten Blick. Wer dem Bild näher kommt und die oft unzähligen, mit Tusche heraus gearbeiteten, Kleinigkeiten sieht, der möchte sich lieber abwenden. „Die Bilder sind faszinierend, aber ich könnte es nicht aushalten und an einer Wand im Wohnzimmer hängen haben wollen, die Bilder gehören in Kirchen und öffentliche Räume" so ein Mitglied der Landesregierung von Rheinland-Pfalz. Staatssekretär Lewentz besuchte den Gottesdienst und die Ausstellung mit einigen Mitgliedern der Landesregierung. Auch er zeigte sich von den Bildern begeistert. „Im Landtag können wir sie leider nicht ausstellen, wegen der Sicherheitsrichtlinien, aber wir arbeiten daran". Bedauerlicherweise konnten Vertreter aus Berlin, sowie die Ruandische Botschafterin nicht anwesend sein, die Aschewolke verhinderte die Anreise.

Bis zum 15. Mai sind die Bilder in der Basilika noch zu sehen. Und dann im Juni, werden die Künstler ein Projekt für Ruanda am Regio-Gymnasium begleiten. Damit ist nicht Schluss. Am Ruandatag im September werden diese Bilder und weitere Bilder zu sehen sein.

Zwei Tage, zwei Künstler, zwei Ausstellungen. Und es geht weiter.......

Info: http://www.axel-flitsch.de.tl

18.04.2010 Bernhard Wiesbeck

 

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