Start Kunst Literatur Musik Bühne Medien Leben Shop Kalender Kultur-Netzwerk Nachrichten
12.02.2010 04:03 Uhr
<< Zurück

Eine Bühne für alle!

Künstler, Schriftsteller, Musiker und Schauspieler aller Genres auf einer Bühne. Funktioniert das?
Ja, es funktioniert. Wir haben den Beweis erbracht.

Am 8. September 2009 um 19 Uhr gab es die Premiere im Cafe und Theater Frosch, Thomasiusstraße 2 04109 Leipzig. An das Theater ist eine Gastronomie mit guter Küche angeschlossen. Es ist eine Soundanlage, ein Klavier und eine Gitarre vorhanden, dazu gibt es tolle Beleuchtung und Platz für 90 Gäste. Die ideale Vorraussetzung für einen spannenden Abend, bei dem Akteure hautnah mit dem Publikum interagieren können.

So sah der erste Abend aus:

  Der Pianist Oliver Niemzig aus Dresden eröffnete den Abend mit Eigenkompositionen. Er passte die Stücke der Stimmung im Theater an und entführte somit die Zuhörer sanft in seine Klangwelt.
Das Repertoire des Vollblut-Musikers reicht von Blues, Gospel, Jazz, Blues'n Buggy, Rock, Pop, Beat, Klassik, synphonischem Jazz über Eigenkompositionen bis zu Innovationen. Infos: http://www.oliver-niemzig.de. Die Aufmerksamkeit des Publikums war von jetzt an voll auf die Bühne gerichtet. 
  
  

Der Tausendsassa Manfred Kriegel aus Rehmsdorf las im Anschluss aus seinem neuen Buch vor, das gerade erschienen ist.
Der Titel lautet: „Haftbefehl" (ISBN: 978-3-86634-801-1, 285 Seiten, 24,80 Euro) und erzählt sein bewegtes Leben. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen 5 fehlgeschlagene Fluchtversuche aus der ehemaligen DDR, die mit einer Odyssee durch Gefängnisse in Dresden, Leipzig, Halle und Brandenburg und schließlich mit der Ausweisung in die BRD endeten. Die Lesung war spannend, humorvoll und ließ seinen Mut, seine Menschenliebe und seinen Freiheitsdrang spüren.
Das Buch ist unter folgender Webadresse bestellbar: http://www.projekte-verlag-shop.de/epages/61706427.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61706427/Products/978-3-86634-801-1 

  
  

Die Leipziger Künstlerin Helga Anders Faber stellte 2 ihrer Gemälde vor. Titel: "Die Musen und das Gold" und "Aufstand der gemarterten Seelen". Sie ist kreativ aus Leidenschaft. Ihre Werke sind bestimmt von Empfindungen und Mitgefühl und entstehen erst im Kopf und dann auf Leinwand. „... und nachts", kam der Zuruf ihres Mannes aus dem Publikum. Das ist halt das sympathische an einer kleinen Bühne. Die Nähe gibt halt tiefere Einblicke.
Infos zur Künstlerin: http://www.atelierfaber.com/index.html  

  
  

Noberto Vinos lockerte die Atmosphäre mit selbstkomponierten Stimmungsliedern und erzählte kurze Geschichten zu deren Entstehung. Als Zugabe erklangen mediterrane Gesänge, die an dem warmen Abend, nur allzu leicht Erinnerungen an den letzten Urlaubs aufkommen ließen. Er spielt normalerweise auf Messen, Ausflügen, Schifffahrten, Vereinsfeiern und Firmenjubiläen. Seine selbst komponierten Titel, von denen er drei neue vorstellte, passen wohl zu allen Veranstaltungen bei denen Wein ausgeschenkt wird, denn davon handeln sie.
Infos unter: http://www.nobertovinos.de/  

  
  

Der Künstler Peter Kalb, der extra aus Nürnberg angereist war, stellte zwei Gemälde und eine Statue vor. Seine Arbeiten drehen sich um den Archetypen. Mit seinen Arbeiten geht er auf die Suche nach Gemeinsamkeiten, die er trotz verschiedener Sichtweisen und Ausdrucksformen zu veranschaulichen sucht.
Er hat einen starken Bezug zum Osten. Eine Statue mit dem Namen „09. November 1989" steht am Hauptbahnhof in Hof/Saale, wo damals die ersten Züge aus der Prager Botschaft eintrafen. Infos: http://www.kalb-archetypen.de/ 

 
  
  

Der Abend war bis zu diesem Augenblick geprägt von Emotionen, Nachdenklichem, Humorvollen und Feinsinnigen. Das schien die beste Grundlage für ein paar Spontaneinlagen zu sein. So lies es sich Manfred Kriegel nicht nehmen ein paar Elvis Songs zum Besten zu geben und zwischen den Liedern bewies er sich als wackerer Stand-up Comedien, unterstützt von seiner Frau Martina, die mit ihm, vom Publikum aus witzelte und so das letzte aus ihm herausholte. Durch die Nähe zur Bühne und durch die Interaktionen mit dem Publikum erfuhr man dann auch, dass Kriegel schon seit 45 Jahren auf der Bühne zu Hause ist und sein Geld mit Antiquitäten verdient. Persönlicher geht es nicht.

 
  
  

Die mittlerweile intime, fast familiäre Stimmung lockte dann doch noch einen Gast aus den hinteren Reihen auf die Bühne und es stellte sich heraus, dass es der Opernsänger Johannes Beck war. Seine A Cappella Einlage ließ die Gemäuer ehrfurchtsvoll erbeben. Der Bariton beeindruckte mit seinem Stimmvolumen, auch wenn er sich nur zu einem Stück hinreißen lies. Aber er sagte zu wieder mal zu kommen. Dann hört man mehr von ihm. Infos: http://www.ohlmannbeck.de/ 

  
  

Dann gab es noch ein Schlussständchen, zu dem sich der Pianist Oliver Niemzig und Barde Noberto Vinos zusammenfanden.

Dann setzte sich Bernhard Wiesbeck an den Bühnenrand und fragte das Publikum nach seiner Meinung. Das Resümee war eindeutig. So was muss unbedingt regelmäßig stattfinden. Die Kombination aus Kunst, Literatur, Musik und Schauspielerei funktioniert. Es ist für jeden was dabei und man bekommt Einblicke in unterschiedliche Genres und lernt die Menschen dahinter sehr persönlich kennen.

 

Also haben wir uns dazu entschlossen, das Konzept weiter zu führen und haben den nächsten Termin bestimmt. Am Dienstag den 13. Oktober 2009, um 19 Uhr im Cafe und Theater Frosch gibt es die nächste Veranstaltung. Der Eintritt wird wieder kostenlos sein. Es gibt jedoch eine kleine Künstlerkasse, in die jeder Gast je nach Gefallen einen kleinen Beitrag entrichten kann, der hinterher an die Künstler verteilt wird. Wer etwas vorzutragen hat, kann sich vorab anmelden unter: info@kultur-szene.de und sollte um 18 Uhr schon kommen. Gerne werden auch Spontaneinlagen gesehen. Nutzt die Gelegenheit auch um mal im kleinen Rahmen etwas Neues vorzustellen und Künstler kennen zu lernen. Wir freuen uns auf weitere spannende Abende.

Hinter der Veranstaltung steht das Kulturmagazin www.Kultur-szene.de das über die Veranstaltung berichtet und von den Künstlern Portraits veröffentlicht. Bei den Veranstaltungen wird des öfteren auch der Internetsender CBCTV anwesend sein und mitschneiden. Infos unter: http://www.cbctv.de/ 

10.09.2009 Bernhard Wiesbeck

Kommentare

Newsletter abonnieren

Ihre EMail:
Ihr Vorname:
Ihr Nachname:

Freunden empfehlen

Diese Seite verlinken

Anzeige

Wettbewerb: Bild des Monats

Anzeige

Fotogalerien

Wettbewerb: Video des Monats

Kultur-Netzwerk Cafe