Start Kunst Literatur Musik Bühne Medien Leben Shop Kalender Kultur-Netzwerk Nachrichten
28.09.2009 16:31 Uhr
<< Zurück

Fußball: Frauen-Bundesliga ist wie Premier League

Aus dem siebten EM-Himmel mit Volldampf in die Bundesliga: Deutschlands Frauen-Fußball prickelt. Nach dem fünften Gewinn der Europameisterschaft in Folge und dem siebten EM-Titel insgesamt läuft nun der Countdown für die Fußball-Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land, bei der die deutschen Asse den dritten WM-Titel in Folge anstreben. Bis dahin werden Appetithappen vor allem in der Champions-League gereicht, die deutsche Teams zuletzt regelmäßig gewannen, und in der Bundesliga - die sich in mancher Weise mit der englischen Premier League vergleichen lässt.

Die englische Premier League ist die stärkste europäische Liga bei den Männern. Ihr Pendant bei den Frauen ist die deutsche Bundesliga: Auch hier entwickelt sich eine Vormachtstellung in der Champions-League und auch hier gibt es ganz vorn mittlerweile die „Fantastischen Vier".

Bereits nach den beiden ersten Bundesligapartien hat sich deutlich bestätigt, was sich im Vorjahr herauskristallisiert hat: Mit dem langjährigen Seriensieger 1.FFC Frankfurt, dem aktuellen Champions-League- und DFB-Pokal-Gewinner FCR Duisburg, dem Deutschen Meister Turbine Potsdam und Vize Bayern München sorgen vier ähnlich starke europäische Spitzenteams für einen höchst spannenden Meisterschaftskampf auf Topniveau.

Ähnlich wie in der englischen Premier League geht es in der Frauen-Bundesliga weniger theatralisch und weinerlich zu als bei den männlichen Kollegen. Da sorgt nicht schon die sanfteste Berührung zum dramatischen Sturzflug, da ruht weniger oft der Ball wegen Spielunterbrechungen, da wird nach einem Foul nicht groß gemeckert, sondern stattdessen flott weitergespielt - und da wird anschließend auch nicht der Torjubel des Gegners kritisch analysiert.

Typisch in diesem Zusammenhang mag der jüngste Auftritt von Europameisterin Célia Okoyino da Mbabi im Aktuellen Sportstudio sein: Während deutsche Elitekicker dort gerne mal auf ihr wenig geeignetes Schuhwerk verweisen, wenn sie an der Torwand mäßig treffen, trat die 1988 in Bonn geborene deutsche Nationalspielerin vom Bundesligisten SC Bad Neuenahr sogar mit elegantem hochhackigem Geläuf an - und ließ sich davon in keiner Weise ablenken, sondern agierte ungemein souverän und lässig ...

H.G.

Kommentare

Newsletter abonnieren

Ihre EMail:
Ihr Vorname:
Ihr Nachname:

Freunden empfehlen

Weitere Artikel

Fußball: Derby-Fieber – auch von Red Bull beflügelt Das zurückliegende Fußball-Wochende war ein außergewöhnliches: So viele besondere Derbys auf einen Schlag sind selten. Im Mittelpunkt dabei klar die „Mutter aller deutschen Derbys", der Revierschlager zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 vor über 80.000 Zuschauern. Lohnenswert aber auch wieder der Blick nach Leipzig, wo sich selbst in der Fünftklassigkeit bei Ortsvergleichen zwischen 12.000 und 15.000 Besuchern einfinden. [mehr]
Fräulein-Wunder: Deutschlands Fußballerinnen wollen den siebten EM-Titel im idealen Frauensport Lange mussten sie vergeblich darum kämpfen, dass sie überhaupt kicken dürfen. Auch der große „Kaiser" Franz war anfangs strikt dagegen. Erst kurz vor Jahresende 1982 bestritten Deutschlands Fußball-Frauen ihr erstes Länderspiel. Seitdem gewannen sie zweimal die Weltmeisterschaft, sechsmal die Europameisterschaft, holten bei Olympia dreimal Bronze und jagen nun den siebten EM-Titel. Ein neues Fräulein-Wunder, könnte man sagen. [mehr]
Mitreißender Klassiker: Chemie vs. Lok bewegt die Massen Dieser Fußball-Hit ist immergrün - so wie die Farben von Chemie, das sich aktuell FC Sachsen Leipzig nennt. Doch offizielle Namen scheinen hier zweitrangig, die Vergleiche mit dem Erzrivalen 1.FC Lok elektrisieren die Massen. Erst ein Vierteljahrhundert lang in der DDR-Oberliga und nun sogar auch in der Fünftklassigkeit. [mehr]

Diese Seite verlinken

Anzeige

Wettbewerb: Bild des Monats

Anzeige

Fotogalerien

Wettbewerb: Video des Monats

Kultur-Netzwerk Cafe