Fußball: Frauen-Bundesliga ist wie Premier League
Aus dem siebten EM-Himmel mit Volldampf in die Bundesliga: Deutschlands Frauen-Fußball prickelt. Nach dem fünften Gewinn der Europameisterschaft in Folge und dem siebten EM-Titel insgesamt läuft nun der Countdown für die Fußball-Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land, bei der die deutschen Asse den dritten WM-Titel in Folge anstreben. Bis dahin werden Appetithappen vor allem in der Champions-League gereicht, die deutsche Teams zuletzt regelmäßig gewannen, und in der Bundesliga - die sich in mancher Weise mit der englischen Premier League vergleichen lässt.
Die englische Premier League ist die stärkste europäische Liga bei den Männern. Ihr Pendant bei den Frauen ist die deutsche Bundesliga: Auch hier entwickelt sich eine Vormachtstellung in der Champions-League und auch hier gibt es ganz vorn mittlerweile die „Fantastischen Vier".
Bereits nach den beiden ersten Bundesligapartien hat sich deutlich bestätigt, was sich im Vorjahr herauskristallisiert hat: Mit dem langjährigen Seriensieger 1.FFC Frankfurt, dem aktuellen Champions-League- und DFB-Pokal-Gewinner FCR Duisburg, dem Deutschen Meister Turbine Potsdam und Vize Bayern München sorgen vier ähnlich starke europäische Spitzenteams für einen höchst spannenden Meisterschaftskampf auf Topniveau.
Ähnlich wie in der englischen Premier League geht es in der Frauen-Bundesliga weniger theatralisch und weinerlich zu als bei den männlichen Kollegen. Da sorgt nicht schon die sanfteste Berührung zum dramatischen Sturzflug, da ruht weniger oft der Ball wegen Spielunterbrechungen, da wird nach einem Foul nicht groß gemeckert, sondern stattdessen flott weitergespielt - und da wird anschließend auch nicht der Torjubel des Gegners kritisch analysiert.
Typisch in diesem Zusammenhang mag der jüngste Auftritt von Europameisterin Célia Okoyino da Mbabi im Aktuellen Sportstudio sein: Während deutsche Elitekicker dort gerne mal auf ihr wenig geeignetes Schuhwerk verweisen, wenn sie an der Torwand mäßig treffen, trat die 1988 in Bonn geborene deutsche Nationalspielerin vom Bundesligisten SC Bad Neuenahr sogar mit elegantem hochhackigem Geläuf an - und ließ sich davon in keiner Weise ablenken, sondern agierte ungemein souverän und lässig ...
H.G.
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