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02.02.2011 07:39 Uhr
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Kunst in die Öffentlichkeit

Das zweite Buch "Kunst in die Öffentlichkeit" das ich hier besprechen möchte, ist ein theoretischer Leitfaden, hier PR-Handbuch für Künstler und Galerien, Museen und Hochschulen genannt. Wer sich je in seinem Leben damit auseinandersetzt, ob er Künstler werden soll oder nicht, der sollte es lesen.

Es ist einfach, einen Stift oder Pinsel in die Hand zu nehmen und drauflos zu kritzeln und das ganze Kunst zu nennen. Mama, Papa und die kleine Schwester werden das gut finden, der Markt wird es ignorieren. Wer sich blauäugig und ohne Vorbereitung auf den Kunstmarkt einlässt, der wird die bittere Realität sehr schnell zu spüren bekommen. Niemand wartet da auf einen. Es ist kalt, herzlos und völlig unsentimental was dort abgeht.

Das Buch versteht sich aber nicht als Warnung, sondern will vermitteln zwischen dem Künstler und dem Käufer. Es zeigt all die Notwendigkeiten auf, die man bereit sein muss einzugehen, um mit der Kunst seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Im Kunstmarkt gilt das Prinzip: Wer Geld hat ist klar im Vorteil.

Erfolg in der Kunst hat wesentlich mit richtiger Vermarktung zu tun. Das Kapitel "Marken bilden - Erkennbar sein als Wert" schildert dieses Phänomen anschaulich. Erfolg in der Kunst erfordert immer auch begleitende Medienarbeit, gezieltes Netzwerken und Veranstaltungen.

Das Handbuch "Kunst in die Öffentlichkeit" ist ein Leitfaden für die Öffentlichkeitsarbeit für die Bildende und Angewandte Gegenwartskunst - für Künstler ebenso wie für Galeristen und Museumssprecher. Die Autorin Katharina Knieß legt darin die Grundlagen der Public Relations für diesen Bereich dar, ergänzt mit Praxistipps, Checklisten und ausführlichem Serviceteil.

"Erfolgreiche Public Relations für Kunst ist kein Geheimnis und muss keine lästige Pflicht sein. Zumal Künstler viele Voraussetzungen dafür mitbringen, beispielweise ihre Authentizität und Kunstvermittler den Wunsch nach effizienter Kommunikation", so die Münchner Fachjournalistin und PRDozentin.

Der Faktor "Aufmerksamkeit" entscheide zunehmend über Aufträge, Auszeichnungen und Anerkennung, über erzielbare Preise, die Zahl der Besucher und Studierenden. Wer Kommunikation da als umfassende Aufgabe ansehe, könne auf ein vielfältiges Instrumentarium zurückgreifen. Häufig werde die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durch "Learning by Doing" bei finanzieller Knappheit übernommen.

Gerade deshalb wollte sie zeigen, wie sich Künstler, Werke und Kunstinstitutionen ins Gespräch bringen lassen und öffentlich wahrnehmbar werden - ob im Social Web oder in den klassischen Medien, durch Kataloge oder Veranstaltungen. Zusätzlich geben Künstler, Galeristen und Pressesprecher konkrete Tipps, Einblicke in ihre Arbeit und erfolgreiche Ansätze.

Das Konzept des Buches wurde mit dem "Public Relations Book Award 2008/09" ausgezeichnet. Das Hardcoverbuch aus dem Viola Falkenberg Verlag kostet 24,90 Euro. Es ist beim Verlag unter www.falkenberg-verlag.de und im Buchhandel bestellbar und hat die ISBN 978-3-937822-55-6.

Schlusswort:
Liebe angehende Künstler! Kunst ohne Vermarktung hat nur Materialwert. Hier ein paar Begriffe die mit zum künstlerischen Erfolg gehören: Kommunikationskonzept, Zielgruppen, PR-Instrumente, Medienlandschaft, Netzwerke aufbauen, Pressematerial und Verteiler, Dokumentation und Auswertung, Werbung und Marketing, Kunstkritiker, Steter Wandel einer kom-plexen Struktur, Klüngeln in der Kunstszene, sammeln, analysieren und befragen.

So jetzt ist genug. Also, lesen angesagt in den Pinselschwingpausen.

Euer Atze Reich-Raprotzki

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