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13.11.2009 22:17 Uhr

Kunst- und Hilfsprojekt „Sinnkoerper“: Neue Wege im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit

Hat der Philosoph Ernst Bloch doch Recht? Der Düsseldorfer Künstler Marcus Günther glaubt offenbar fest an dessen „Prinzip Hoffnung", denn er verfolgt konsequent die oft als Utopie belächelte Sehnsucht nach einer besseren Welt. Um eine - wie Bloch sagen würde - konkrete Utopie daraus zu machen, hat Günther das Kunst- und Hilfsprojekt „Sinnkoerper" entwickelt und will damit neue Wege im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit gehen.

Marcus Günther bewegt Menschen zum Träumen. Doch dabei soll es nicht bleiben, denn letztlich geht es um engagiertes Einmischen. Der in Düsseldorf lebende Künstler hat mit dem „Sinnkoerper"-Projekt deshalb eine gemeinnützige Initiative ins Leben gerufen, die über mehrere Kunst- sowie Hilfsprojekte eine Plattform für Kommunikation und Integration schaffen will, um den Traum von einer gerechteren Welt zu verwirklichen.

„Es gilt, daran zu arbeiten, dem Streben nach Freiheit aller Menschen eine Stimme zu
geben, um die Bewusstlosigkeit der Gesellschaft zu durchbrechen, damit nicht nur der
nächste Morgen die Chance bekommt zu existieren", erklärt Marcus Günther. Er möchte
als Mensch und Künstler das künstlerische und soziale Bewusstsein schärfen.

Unter Beteiligung der Gesellschaft hat sich die Initiative „Sinnkoerper" zum Ziel gesetzt, die unterschiedlichsten Kunstprojekte umzusetzen, um die Unterstützung von Hilfsorganisationen im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit zu fördern. Dabei bedient sich das Projekt vor allem dem Internet, um gezielt Sponsoren, Künstler und Interessenten anzusprechen, die sich durch ihr Engagement für die Realisierung der einzelnen Kunst- und Hilfsprojekte einsetzen wollen.

Darüber hinaus soll es unter www.sinnkoerper.de künftig auch die Möglichkeit geben, das Projekt über den Online-Kauf von Kunstwerken zu unterstützen. Die erzielten Einnahmen gehen grundsätzlich je zur Hälfte an ein gemeinnütziges Kunstprojekt sowie ein ausgesuchtes
Hilfsprojekt.

„Wir wollen das Wirkungsfeld der Kunst wieder auf alle menschlichen Tätigkeitsbereiche
wie Gesellschaft, Kultur, Politik und Ökologie ausdehnen und durch das Zusammenfließen und -wirken verschiedener Gattungen - darunter bildende Kunst, Musik, Architektur, Theater, Literatur, Wissenschaft und Design - ein Gesamtkunstwerk entstehen lassen", sagt Günther.

Das erste Hilfsprojekt, das durch das „Sinnkoerper"-Projekt gefördert werden soll, wird der
„Hand in Hand e.V." sein. Die in Wiesbaden ansässige Hilfsorganisation setzt sich unter
anderem für die AIDS-Waisenkinder in Swasiland, Afrika, ein. Dort werden im Rahmen
eines zehnjährigen Förderprogramms derzeit Einrichtungen zur Selbsthilfe, Bildung und
Gesundheitsförderung errichtet und unterhalten.

Am „Sinnkoerper"-Projekt kann jeder Künstler teilnehmen. Ausschlaggebend sind technische und inhaltliche Qualität und Kreativität. In Kooperation mit Museen, Städten und Gemeinden sowie der Industrie will die Initiative außerdem gezielt Ausstellungsmöglichkeiten schaffen, um die von ihren Mitstreitern eingebrachten Kunstprojekte und -arbeiten einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können.

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