"Lass‘ es wirken!" scheint uns die Künstlerin ins Ohr zu flüstern, wenn wir gerade in einem ihrer Werke versinken. "Es geht mir darum, dass jeder seinen Gefühlen und Gedanken freien Lauf lässt, auf die eigene innere Stimme hört und ihr vertraut", sagt die 48-Jährige, die die Bilder in der Ausstellung
lediglich durchnummeriert hat, ohne sie näher zu bezeichnen - "um dem Betrachter nicht schon etwas zu suggerieren, was er selbst sonst nie gesehen hätte". Erst anhand der Preisliste erfährt man den tatsächlichen Titel und erhält so einen zarten Hinweis darauf, was in der Malerin selbst vorging, als sie das Kunststück schuf.
"Die Bilder von Claudia Platz entwerfen surreale Bildwelten, denen es nie an Lichtblick fehlt, die eine ganz einzigartige Art zeigen, den Betrachtenden immer wieder großen Spielraum zu lassen", schreibt die Kunsthistorikerin Dr. Margit Strobl. Und so nimmt uns die in Günding bei Dachau lebende Malerin mit auf eine Reise nach innen. Grelle, kräftige Farben sind ihr Thema. Farben, die angeblich nicht zueinander
passen, fügen sich in ihren abstrakten Aquarellen in ein originäres Ganzes. Es sind dies immer wieder die wilden, lebendigen Farben Süd- und Lateinamerikas.
"Vor allem meine Reisen nach Mexiko und in die Karibik haben mich sehr beeinflusst, inspirieren mich bis heute", sagt Claudia Platz, die nie einen Malkurs besucht hat und nie einen besuchen wird, "weil es mir die Spontaneität raubt". Dass ihre Werke wirken, zeigen die Reaktionen der Menschen. Wie die des alten Mannes, der bei einer Ausstellung ihr Bild "Begegnung mit dem inneren Kind" betrachtete und dann leise vor sich hin weinte. "Da war ich ehrlich gesagt ein bisschen überfordert", erzählt Claudia Platz, die sich dann lange mit dem Herrn unterhielt. Er hatte sich beim Betrachten des Bildes an seine eigene schlimme Kindheit erinnert, die Künstlerin hingegen war frisch verliebt, als sie das Bild malte: "Freier Blick - andere Ansichten".
Die Ausstellung im "Office Center Ost" www.oco-muenchen.de kann vom 3. Februar bis 30. April 2011 vormittags während der Bürozeiten und am Wochenende nach vorheriger Absprache besichtigt werden.
In dieser Zeichenstunde der etwas anderen Art bekommen professionelle Picassos und absolute Zeichenanfänger die Möglichkeit, außergewöhnliche Modelle in schrillen Kostümen auf Papier zu bannen. Es gibt skurrile Zeichenwettbewerbe, gute Drinks und die passende Musik.
[mehr]Das Motto dieser Kunstausstellung ist Programm: vom 04.02. bis 19.02.2011 wird der Kulturpavillon am Romanplatz zum Tatort der Subkultur. Die Künstlergruppe Farbchimären präsentiert nicht nur Ihre Kunstwerke, sondern verspricht mit Lesungen, Konzerten und einer Tanzperformance abwechslungsreiche Highlights.
[mehr]In der Kunststation Kleinsassen ist derzeit Hessens größte Sonderausstellung zu sehen. Sie versammelt über 300 Werke berühmter Künstler und unbekannter Meister aus 3 Jahrtausenden. Das hat sich inzwischen herumgesprochen. Sogar das Fernsehen berichtete.
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