Eigentlich war er Dachdecker, fiel vom selbigen, wurde arbeitslos und betätigt sich seitdem künstlerisch. Seinen Künstlernamen Ulle Bowski kreierte er aus seinem Spitznamen aus Kindertagen und einem Teil des Nachnamens seiner Mutter Dzimbowski. 1999 entdeckte Bowski seinen "Inneren Schriftsteller" und schrieb in kürzester Zeit 30 Kurzgeschichten. Dann folgte der Wechsel ins "Filmgeschäft": Erst Lokalfernsehen mit der wöchentlichen Sendung "Kult A", dann mittlerweile vier Kinofilme. Zwar alle Low- Budget, dafür aber voller Überraschungen. Ob «Der Deal» (2004), «Kult A - Der Film» (2008) oder «Im Zeichen des A» (2009) - stets sollen "die authentische Bilder den Zuschauer "hautnah" an die Wirklichkeit bringen".
Das Anliegen von Ulle Bowski ist dabei, Recklinghausens Kultur und Subkultur leinwandtauglich einem großen Publikum zu zeigen. Immer kommen bei ihm "Bands, Künstler und Köter" zu Wort. Neben Ausschnitten von Konzerten finden sich so in den Filmen auch die schon kultigen "Balkoninterviews". "Im Zeichen des A" überzeugte übrigens nicht nur das Publikum, sondern auch die Recklinghauser Grünen, die flugs den ersten Recklinghäuser Filmpreis erfanden und Ulle Bowski "Die blonde Heike" überreichten.
"Das A in fast allen Projekten steht übrigens nicht für "Arbeitslos", sondern für "Allgemeinwohl", betont Ulle Bowski, obwohl es sich bei Kult A öfters mal um das Thema "Arbeitslos" dreht. Seine kurzen Filmclips "Kochen für Arbeitslose" haben ihm mittlerweile eine Einladung zum "Perfekten-Dinner" beim Sender VOX eingebracht und auch sein 1. Buch - gerade in diesem Jahr frisch auf den Markt gekommen - dreht sich um das Thema. Der Titel: "EineuRoman(n)". "Das Buch soll Mut machen, nicht aufzugeben", sagt er - und da sind wir wieder beim Allgemeinwohl. Obwohl - schon auf dem Klappentext findet man nicht wirklich Mut machende Sätze wie: "Das Leben ist wie eine runter gerauchte Kippe, was bleibt ist die Asche."
Seine Ruhrgebietskenntnisse konnte er 2007 für den WDR unter Beweis stellen. In einem jeweils ca. 5-minütigen Vorspann für die regelmäßige Sendung "A 40" besuchte er u.a. die "Blue Man Group", "Starlight Express", das Bergbaumuseum, Sealife Oberhausen oder die Skihalle Bottrop. Unterwegs war er in einem "Yellow Cap" - der Fahrer wurde dabei gespielt vom Recklinghäuser Blues-Sänger Andy Nevison.
Übrigens: Uwe Iserlohe alias Ulle Bowski ist vermutlich der einzige Arbeitslose mit einem eigenen Fanclub, incl. eigener Fan-Homepage (http://ulle-bowski-fanclub.npage.de). Alles in Allem: Schräg, schräger, Bowski.
Kontakt:
Uwe Iserlohe, www.kult-a.de
Das Buch:
Reichardt Verlag, ISBN 978-3-939359-96-8
Seine Filme unter:
http://www.de.justin.tv/ulle_bowski (live jeden Dienstag ab 19:30 Uhr)
http://www.deutschlandreporter.de
Zum zweiten Mal werben Plakate auf Großflächen für den Filmstandort Mecklenburg-Vorpommern.
Unter dem Titel "Großes Kino - gedreht in MV" machten das Landesmarketing MV und die FilmLand MV gGmbH damit bereits während der 61. Internationalen Filmfestspiele auf die landschaftlichen Reize und wirtschaftlichen Möglichkeiten Mecklenburg-Vorpommerns als Drehort für nationale und internationale Produktionen aufmerksam.