40.000 feierten Mendelssohns Geburtstag: Felix 2009 schafft Rekord und eröffnet neue Perspektiven
Das ist ein neuer Rekord: 40.000 Menschen feierten allein in Leipzig den 200. Geburtstag des „King of Classic". Also etwa so viele, wie die altehrwürdige Messemetropole Einwohner hatte, als Felix Mendelssohn Bartholdy (3.2.1809-4.11.1847) vor mehr als 160 Jahren hier starb. Mit 70 Veranstaltungen auf Topniveau war es ein rauschendes Fest, das einen Monat lang die Creme der Musikwelt in Leipzig versammelte. Die Highlights waren ausverkauft, insgesamt lag die Auslastung bei 80 Prozent. Auch das zeigt, in welche Richtung die Mendelssohn-Renaissance mittlerweile weist.
„Die Mendelssohn-Festtage 2009 haben dazu beitragen, den Komponisten neu zu bewerten", resümiert Gewandhausdirektor Andreas Schulz. „Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Hintergrund, den die Sächsische Akademie der Wissenschaften und der Musikverlag Breitkopf & Härtel mit dem Werkverzeichnis und den wichtigen Neuausgaben Mendelssohnscher Werke lieferten, haben diese Festtage in der Musikwelt ein neues Bewusstsein für Mendelssohns Werk geweckt. Kein Interpret, der sich ernsthaft mit Mendelssohns Musik beschäftigt, kann an den Maßstäben der Konzerte dieser Festtage und am wissenschaftlichen Background mehr vorbei."
Kapellmeister Riccardo Chailly setzte mit dem Gewandhausorchester allein schon drei Ausrufezeichen in nur sechs Tagen. Danach begeisterten sie auf einer erfolgreichen Tournee durch die Musikmetropolen London, Luzern, Paris, Dublin und Frankfurt weitere knapp 15.000 Menschen mit der Musik Mendelssohns.
Am Ende setzte der maßgebliche Vater der Mendelssohn-Renaissance, Gewandhausorchester-Ehrendirigent Kurt Masur, mit der Welt-Uraufführung des neu editierten Elias-Oratoriums persönlich den umjubelten Schlusspunkt dieser herausragenden Festtage, die das Gewandhaus seit 1997 regelmäßig durchführt - gemeinsam mit der Internationalen Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, dem Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, dem Robert-und-Clara-Schumann-Verein Leipzig, der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy" sowie dem Thomanerchor als Partnern.
H.G.
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