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16.08.2011 16:14 Uhr
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Künstlerin des Monats - Maja Fluri

Kennengelernt habe ich Maja Fluri auf einem Künstlertreff des Kultur-Netzwerkes in Leipzig. Das sind regelmäßige ungezwungene Veranstaltungen für Künstler, Schriftsteller, Musiker und Schauspieler, bei denen sich jeder auf der Bühne vorstellt und etwas über sich erzählt, vorliest oder etwas aus seinem Repertoire zum Besten gibt.

Maja Fluri ist niemand, der sich bei so etwas in den Vordergrund drängt, obwohl ihre Ausstrahlung bestens auf den französischen Hof passen würde. Sie ist bildhübsch und hat eine Bühnenpräsenz großen Formates. Es wurde mucksmäuschenstill im Saal als sie zu singen begann. Die Sopranistin erntete tosenden Applaus von den anwesenden Künstlern für ihre überzeugende Stimme.

Obwohl sie sich auf großen Bühnen mit Orchester zuhause fühlt, konnte ich sie überreden, Solo auf einer Vernissage, vor geladenen 300 Gästen in der Urania in Berlin aufzutreten. (Bild). Ein gelungener Auftritt, der große Begeisterung auslöste. Über Ihre weiteren Projekte berichtet sie hier selbst:

Liederabende, Programme und Projekte von Maja Fluri

"Neuer Berliner Operetten- und Musicalchor" (NEBOM): Mit meinem neugegründeten Chor möchte ich vor allem singbegeisterte junge (und jung gebliebene) Menschen ansprechen. Die Sänger haben die Möglichkeit, sich auch solistisch auszuprobieren und bei den Auftritten in Kostüme zu schlüpfen. Das ebenfalls Besondere an diesem Chor ist, dass neben der Musik auch die Bewegung einen zentralen Platz einnimmt. Die Sänger lernen also auch einige Tanzschritte und kleinere Choreographien.

Auftritte als klassische Sängerin:

Bei meinen Konzerten und Liederabenden ist es mir sehr wichtig ist, dass das Publikum nicht nur eine Reihe von schönen Liedern und Arien zu hören kriegt, sondern auch etwas zum Hintergrund der Musik und der Komponisten erfährt. Deswegen moderiere ich meine Konzerte immer und spanne gerne den Bogen noch weiter, indem ich Vergleiche zu Zeitgenossen aus dem Bereich Literatur und Bildenden Kunst mache. Zwei Beispiele von meinen Liederabendprogrammen:

"Petite Serenade Me diteranne enne":

Wir machen eine Reise durch den Mittelmeerraum und hören dabei französische, italienische und spanische Komponisten aus der Epoche des Impressionismus‘. Die Strömungen jener Zeit sind sowohl
bei Debussy, als auch bei Monet und bei Verlaine erkennbar und die Parallelen werden aufgezeigt. Außerdem erfahren wir, welchen Einfluss die Pariser Weltausstellung von 1889 auf die Musik hatte.

"Geschwister- und Liebespaare":

Wir vergleichen die Lieder vom Geschwisterpaar Felix Mendelssohn - Fanny Hensel sowie die vom Ehepaar Clara und Robert Schumann anhand von vier Themenkreisen: Frühlingslieder und Liebeslieder, Blumenlieder, Abend- und Nachtlieder, Lieder von Elfen, Hexen, Loreleien und Zauberwesen. Außerdem erfahren wir, mit welchen Schwierigkeiten die Frauen vor 200 Jahren kämpfen mussten, um sich als Komponistinnen durchsetzen zu können.

Salon "Maja & Friends":

Es ist mir ein Bedürfnis, dass die Leute nach einem Konzert nicht einfach wieder auseinanderströmen, sondern die Möglichkeit haben, danach noch zusammenzusitzen. Bei meinem monatlich veranstalteten
Salon "Maja & Friends" kann sich also das Publikum nach der Veranstaltung bei einem gemütlichen Glas Wein, Kaffee oder Büffet kennenlernen und austauschen. Er ist ein Treffpunkt für Künstler und Kulturliebhaber. Die Hauptidee von meinem Kultursalon ist, verschiedene Kunstformen zusammenzuführen. Es werden also immer die Bereiche "Musik", "Literatur" und "Kunst im weitesten Sinne" abgedeckt. D.h., die Bildhauer und Galleristen, die im letzten Jahr vorgestellt wurden, faszinierten dabei genauso wie der indianischer Schnitzer aus Kanada, welcher mit seinen Totempfähle vorgestellt wurde (9.1.2011). Am 13.3.2011 hat sich ein Keramikmuseum und am 22.5.2011 eine Möbeldesignerin mit dem Thema "Die sieben Todsünden" vorgestellt. Den Möglichkeiten sind also keine Grenzen gesetzt - Hauptsache, alle drei Sparten sind an einem Abend vertreten.

Letztes Mal hatten wir das Thema Mozart. Dem Publikum wurden nebst Konzertarien und einer Klaviersonate auch Briefe von Mozart präsentiert. Nebst hervorragenden Pianisten und Sängern,
Klarinettisten und einem Fagottisten durften wir in unserem Salon u.a. auch die Cellistin Zoe Cartier begrüßen.

Die romantische Salonoper: "Giovannis Einsicht"

Zwischen kulinarischen Köstlichkeiten (einem 4-Gang Menü) werden die Gäste bei dieser Produktion von fünf Künstlern in Barockkostümen verzaubert und in die Salonoper "Giovannis Einsicht" entführt. Anhand der beliebtesten Arien von Puccini, Verdi, Rossini, Dvorak und Mozart erzählen die Sänger die aufregende Geschichte des Lebemannes Giovanni mit all seinen Höhen und Tiefen und sind dabei dem Publikum bisweilen zum Anfassen nahe...

Weitere Informationen und Auftrittstermine finden Sie auf folgender Webseite:
http://www.majafluri.com

 

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