"Matsukaze" basiert auf einem Klassiker des No-Theaters. Ein intimer Ansatz mit einer traumartigen Atmosphäre prägen die neueste Komposition Hosokawas für vier Sänger und einen kleinen Chor, begleitet von einem Kammerorchester.
Zwei Schwestern, Matsukaze und Murasame haben sich in denselben Mann verliebt. Jahre später, nach ihrem Tod, irren ihre Seelen weiter und besuchen ihn. Matsukaze tanzt wie eine Verrückte, herausgeputzt mit dem Hut und dem Mantel ihres Geliebten und glaubt ihn in der Silhouette einer Pinie zu erkennen.
"Beginnend mit Barbara Hannigan, eine prächtige Stimme, aber auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit in einer sängerisch, theatralen und tänzerischen Dreifachrolle, der sie sich mit geistiger und körperlicher Flexibilität hingibt, die einem höchste Bewunderung abnötigt." Nouvel Observateur 2010
Nach ihrem außergewöhnlichen Erfolg in "Passion" von Pascal Dusapin in Paris vergangenes Jahr, arbeitet Barbara Hannigan wiederum mit der Regisseurin und Choreographin Sasha Waltz bei dieser Uraufführung zusammen.
In dem Werk ginge es um die Befreiung der Seelen, so Barbara Hannigan, die die Rolle einer Frau zwischen den Welten interpretiert, einer Frau mit großer Sehnsucht und Leidenschaft. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten hat Barbara Hannigan ihre Partie erarbeitet, so dass die Musik maßgeschneidert für ihre Stimme ist. Hosokawa zeigte sich bei einer ersten Probe sehr zufrieden mit Arbeit und vorläufigem Ergebnis.
Barbara Hannigan ist fasziniert von seiner Musik, die zunehmend intensiver wird bis zur Ekstase. Der ernste und melancholische Ton würde häufig bei den Proben an die aktuellen Ereignisse in Japan denken lassen, erzählt Barbara Hannigan sehr bewegend.
Was schon zeigt, dass sie eine völlig überzeugende und einzigartige Matsukaze sein wird, die wieder einmal in besonderer Weise Gesang und Tanz miteinander verbinden wird.
Barbara Hannigan in « Matsukaze »
Toshio Hosokawa
Matsukaze
Libretto von Hannah Du bgen basierend auf "Matsukaze" von Zeami
Orchestre de chambre de la Monnaie
Vocalconsort Berlin
Dirigent: Pablo Heras-Casado
Regie: Sasha Waltz
Solisten: Barbara Hannigan (Matsukaze)
Charlotte Hellekant (Murasame)
Frode Olsen (Priest)
Kai-Uwe Fahnert (Fisher)
Choreographie: Sasha Waltz
Kostu me: Christine Birkle
Bu hnenbild: Thomas Schenk
Chiharu Shiota
Termine :
3. Mai 2011 Uraufführung
La Monnaie - Brüssel (Belgien)
Aufführungen bis zum 11. Mai
Uraufführung des Theatre de La Monnaie
Produktion Sasha Waltz & Guests, La Monnaie / De Munt
Koproduction Grand The a tre de Luxembourg, Teatr Wielki Opera Narodowa (Warschau)
Mit Unterstu tzung von Les Amis de la Monnaie, die Kultur-stiftung des Bundes, BNP Paribas Fortis
Sasha Waltz & Guests wird unterstu tzt vom Land Berlin
Für zusätzliche Informationen zu Barbara Hannigan :
http://www.barbarahannigan.com/
und
http://www.herzberger-artists.com/hannigan.htm
Nomen est omen. Nun, ganz so einfach ist es beim ensemble amarcord dann doch nicht. Gut, Frederico Fellinis Film "Amarcord" aus dem Jahre 1973 wird so manchem eingefleischten Cineasten ein Begriff sein - sprachlich indes muss schon eine Neigung für das Italienische bestehen, wenn man die Assoziationen zu den Wörtern "amare" (lieben) und "corda" (Saite, oder auch Herz!) herstellen will. Diese Vieldeutigkeit im Namen ist auch musikalisch Programm bei den fünf ehemaligen Leipziger Thomanern, reicht doch die stilistische Vielfalt der A-Cappella-Gruppe von Madrigalen der Renaissancezeit über den gefühlvollen und schlichten Schubert-Gesang bis hin zu Pop-Songs der Gegenwart.
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