| << Zurück | 20.05.2010 01:30 Uhr |
In ihren Eigenkompositionen für Quintett und Orchester verbinden die Musiker abendländische Klassik, Grooves, Beats und traditionelle Elemente aus dem südlichen und östlichen Mittelmeerraum. Mit diesem mitreißenden Mix möchten die Bremer Philharmoniker und Kolsimcha „mit viel Spaß den Sommer einläuten". Bei ihrem letzten gemeinsamen Auftritt vor drei Jahren wurde die Glocke auf den Kopf gestellt - man darf gespannt sein!
Informationen zu Kolsimcha und Musikern

Symphonic Klezmer
Der einmalige Sound des Ensembles Kolsimcha (auch unter dem Namen „World Quintet" bekannt) begeistert seit seiner Gründung 1986 das Publikum weltweit - ob in der New Yorker Carnegie Hall oder auf renommiertesten Jazz,- Klassik- und Weltmusikfestivals. In den Konzerten herrscht durch die lebendige, offene Musiksprache und die mitreißende Spielfreude und Virtuosität eine einzigartige Atmosphäre. Klarinette und Flöte und die eng miteinander verwachsene Rhythmusgruppe (Klavier, Kontrabass, Schlagzeug) verbinden die verschiedensten Stile und Einflüsse zu einem außergewöhnlichen Klanggefüge: komplexe und spontane Jazz-Improvisationen, virtuose Elemente der abendländischen Klassik, exotische Melodien aus dem Mittelmeerraum sowie lockere Beats und Grooves.
Vor zwanzig Jahren begann Kolsimcha auf jüdischen Hochzeitsfeiern traditionelle Klezmermusik zu spielen. Doch schon damals schufen die Musiker mit ihrem Konzept eines „Contemporary Klezmer" ganz eigene, unverwechselbare Klangwelten jenseits aller gängigen Klezmer-Klischees. Immer auf der Suche nach einer Erweiterung des musikalischen Horizonts hat das Ensemble im Laufe der Jahre durch die Integration unterschiedlicher musikalischer Formen seinen persönlichen Stil gefunden. Stilistische Offenheit kennzeichnet von jeher das ausschließlich aus Eigenkompositionen (darunter auch Werken für Quintett und Symphonieorchester) bestehende Repertoire von „Kolsimcha", wovon nicht nur die zahlreichen Auftritte, sondern auch die CD-Einspielungen Zeugnis ablegen.
Ariel Zuckermann / Dirigent und Flöte
Ariel Zuckermann studierte zunächst Flöte bei Paul Meisen und András Adorján an der Musikhochschule München, danach bei Alain Marion und Aurèle Nicolet. Sein Dirigierstudium absolvierte er bei Jorma Panula an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm. 2004 erhielt er sein Dirigierdiplom bei Bruno Weil an der Musikhochschule München. Als Flötist war er Preisträger bei mehreren Wettbewerben. Er trat u.a. mit Zubin Mehta, Lorin Maazel, Daniel Barenboim und Riccardo Muti auf. Als Dirigent gründete Ariel Zuckermann im März 2001 das Hermes-Orchester München. In der Saison 2003/2004 war er Assistenzdirigent von Iván Fischer beim Festivalorchester Budapest. Weitere Dirigate folgten u.a. bei dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Symphonieorchester Basel, dem Bach Collegium München und den Münchner Symphonikern. Seit Anfang 2007 ist er Chefdirigent des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt, das er zum Ende der Saison verlässt, um sich intensiver verschiedenen Musikprojekten zu widmen. Ariel Zuckermann ist seit 2002 festes Mitglied von „Kolsimcha".
Michael Heitzler / Klarinette
Michael Heitzler studierte Klarinette bei Dieter Klöcker an der Musikhochschule in Freiburg und schloss dort mit Auszeichnung ab. 1993 erhielt er ein Stipendium des DAAD für ein Studium in New York, wo er u.a. bei Dave Liebman, dem ehemaligen Saxophonisten von Miles Davis, seine Studien vervollständigte. Als einer der vielseitigsten Klarinettisten seiner Generation trat Michael Heitzler u.a. mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden, den Klezmatics und Albert Mangelsdorff sowie auf zahlreichen Tourneen mit dem Europäischen Symphonie-Orchester auf. Michael Heitzler spielte außerdem beim Ensemble Modern und am Badischen Staatstheater in Karlsruhe und arbeitete während seines zehnjährigen Aufenthaltes in New York mit Jazz-Musikern wie Phil Markowitz, Richie Beirach, Kevin Hayes, Billy Hart, Frank Brambera und Don Friedman zusammen. Er ist Gründungsmitglied von „Kolsimcha" und seit 1986 dabei.
Olivier Truan / Piano und Komposition
Olivier Truan absolvierte sein Studium am Berklee College of Music in Boston und promovierte mit „magna cum laude". Zusätzlich studierte er an der Manhattan School of Music und der Musikakademie Basel. Als musikalischer Leiter und Komponist an mehreren großen Theatern in Deutschland und der Schweiz war Olivier Truan erfolgreich tätig. Er schrieb z.B. das Jazz-Musical „Marilyn" für das Staatstheater am Gärtnerplatz in München, Musik für das Ballett „Mayday" am Theater Basel, Filmmusiken, aber auch „klassische" Kompositionen. Außerdem ist er als Sound Designer tätig und produzierte preisgekrönte Soundlibraries, die von Künstlern wie Elton John, Stevie Wonder und Prince benutzt wurden. Olivier Truan ist Gründungsmitglied von „Kolsimcha" und seit 1986 dabei.
Daniel Fricker / Bass
Daniel Fricker studierte Klassik und Jazz an der Musikakademie Basel und der Swiss Jazz School in Bern. Seine stilistische Bandbreite machte ihn bald zu einem der gefragtesten Kontra- sowie E-Bassisten in der Schweiz; er arbeitete mit namhaften Künstlern in der Rock-, Pop- und Jazzwelt wie Adam Nussbaum, Tony Scott, Lionel Hampton und der Basel Sinfonietta zusammen und hielt sich für längere Zeit in den USA, Asien und Brasilien auf. Seit 1990 ist Daniel Fricker festes Mitglied von „Kolsimcha".
Christoph Staudemann / Schlagzeug
Der 1969 in Biel geborene Christoph Staudemann gehört seit einem Jahrzehnt zu den gefragten Schlagzeugern der Schweizer Jazz-Szene und arbeitet u.a. mit Herbie Kopf, Marco Figini, Hanspeter Pfammatter und George Gruntz zusammen. Mit dem 1998 formierten „Brink Man Ship" ist er international tätig und tritt u.a. bei den Festivals in Vancouver, Montreal und Tallinn auf; außerdem gibt er Schlagzeugkonzerte, solo oder mit dem Ensemble „Percuscope". Christoph Staudemann ist seit 2007 Mitglied von „Kolsimcha".
Bremer Philharmoniker GmbH | Plantage 13 | 28215 Bremen
http://www.bremerphilharmoniker.de | http://www.musikwerkstatt-bremen.de
20.05.2010 Bernhard Wiesbeck
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