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10.12.2009 21:09 Uhr
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Die schlafende Schöne: „Dornröschen“ bezaubert – und beflügelt Kinderherzen

Foto: Bert Loewenherz
Generationen von Kindern hat dieses Märchen verzaubert. Und weil es deshalb perfekt in die Weihnachtszeit passt, erwacht „Dornröschen" ab dem 12. Dezember jeweils um 16 Uhr im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin wieder zu neuem Leben. Mit der eingängigen Musik von Ottorino Respighi präsentiert das Konzerthaus Berlin eine eigene Inszenierung, bei der zehn Sänger und eine Tänzerin mitwirken. Das musikalische Märchen, das im vergangenen Jahr mit großem Erfolg im Kleinen Saal neu aufgeführt wurde, ist für Kinder ab 6 Jahre geeignet.

Selbstverständlich zählt „Dornröschen" auch zu den Highlights der Märchensammlung der Gebrüder Wilhelm und Jacob Grimm. Die Geschichte von der wunderschönen Prinzessin, die sich an einer Spindel sticht und in einen hundertjährigen Schlaf fällt, lässt sich aber bereits in der 1697 veröffentlichten Märchensammlung des Franzosen Charles Perrault nachweisen. 1916 begann dann der italienische Komponist Ottorino Respighi mit der Arbeit an »La bella dormente nel bosco«. Sein Stück wurde zuerst in einer Marionettentheater-Version und später als Werk für die Opernbühne bekannt.

Im Konzerthaus Berlin ist eine eigens erstellte deutsche Fassung mit Kammerorchester zu erleben. Neben den wichtigen Protagonisten der Handlung - einer guten, blauen und einer bösen, grünen Fee, dem Königspaar, der Prinzessin, dem Prinzen und einer alten Frau - erhalten allerlei Tiere eine musikalische Stimme, wie Nachtigall, Kuckuck, Frösche, eine Katze und Spinnen. Die Oper bietet zudem so manchen gegenwartsbezogenen Spaß, der über die geläufige Grimm'sche Version hinausweist.

Eine Extravorstellung gibt es für Kinder aus Berliner Problemkiezen: Bereits zum vierten Mal lädt der Förderverein „Zukunft Konzerthaus e.V." hierfür zu einer Kinderoperngala ein. Für die meisten dieser Kinder ist es der erste Kontakt mit klassischer Musik. Am 15. Dezember werden sie mit weihnachtlichem Gebäck und gemeinsamem Liedersingen unter einem bis zur Decke reichenden Tannenbaum begrüßt. Im Anschluss sehen sie das musikalische Märchen „Dornröschen" im Kleinen Saal.

Schon im vergangenen Jahr begeisterte „Dornröschen" bei der Kinderoperngala. „Der Zauber dieser Oper, die hervorragende Organisation des kleinen Festes in Ihrem schönen Haus hat bei den Kindern und auch bei uns Pädagogen tiefe und ganz sicher nachhaltige Eindrücke hinterlassen", schrieb Dr. Jutta Schramm von der Kulturfabrik Moabit begeistert. Auch Helmut Wegner vom Elisabethstift bedankte sich im Namen seiner Einrichtung: „Die Kinder waren von der Aufführung beeindruckt und haben hinterher immer wieder davon erzählt."

Weitere Aufführungen von „Dornröschen" im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin gibt es am 13., 16., 17., 19., 20., 24. und 25. Dezember.

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