Veranstaltungsorte in Thüringen
Der Freistaat Thüringen ist ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Gelegen in der Mitte Deutschlands grenzt Thüringen an Sachsen im Osten, Sachsen-Anhalt im Norden, Niedersachsen im Nordwesten, Hessen im Westen und Bayern im Süden. Erfurt ist Landeshauptstadt und zugleich die größte Stadt des Freistaates Thüringen.
Auf der Grund der großen Waldgebiete des Thüringer Waldes wird Thüringen auch als das grüne Herz Deutschlands bezeichnet.
Im dritten Jahrhundert nach Christus entstand der Stamm der Thüringer aus Teilen der Hermunduren, Turonen, Warnen und Angeln. Dieser Stamm gründete ein Königreich im fruchtbaren Thüringer Becken entland der Unstrut.
Dieses Königreich wurde aber schon 531 von den Franken und Sachsen zerschlagen. Durch die Merowinger wurde um 620 das Herzogtum Thüringen gegründet. In diese Zeit fallen die ersten Stadtgründungen, Arnstadt 704, Erfurt 742. Im Mittelalter war Thüringen nur von geringer Bedeutung. Erst ab 1780 wurde man durch die regierende Herzogin Anna Amalia und ihrem Sohn Carl August auf diesen Staat aufmerksam. Thüringen wurde zu dieser Zeit zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum, indem bedeutende Dichter wie Goethe und Schiller an den Hof berufen wurden und die Weimarer Klassik etablierte. In Folge der zunehmenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurde Thüringen zur Wiege der Sozialdemokratie. 1869 wurde die Sozialdemokratische Arbeiterpartei in Eisenach von August Bebel und Wilhelm Liebknecht gegründet.
Nach der Wende wurde der Freistaat Thüringen aus den DDR-Bezirken Erfurt, Gera und Suhl wiedergegründet. Heute gliedert sich der Staat in 17 Landkreise und sechs kreifreie Städte.
Kulturell bedeutende Stätten sind Weimar und die Wartburg. Auf ihr übersetzte Martin Luther die Bibel ins Deutsche und schuf damit die erste gemeinsame deutsche Sprache.