Am Donnerstag, dem 22. Oktober, eröffnen um 15 Uhr im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und Uni-Rektor Prof. Dr. Franz Häuser die Demokratiekonferenz, an der sich viele renommierte internationale Forscher sowie prominente Politiker aus Deutschland und Europa beteiligen - und die zudem in besonderer Weise an ein junges europäisches Teilnehmerfeld gerichtet ist.
Es folgt um 15.45 Uhr ein Eröffnungsvortrag von Kanzleramtsminister Dr. Thomas de Maizière. Im Anschluss an eine Kaffeepause folgt dann „Die zweite Oktoberrevolution. Ein geschichtlicher Glücksfall." Ein Vortrag von Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg, dem Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften a. D. und Vizepräsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und Studienstiftung des deutschen Volkes a. D.
Um 17.45 Uhr redet dann der frühere tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg über „2009 - Zwanzig Jahre demokratische Erneuerung: Erfolgsgeschichte oder Großbaustelle?" Es folgt um 18.45 Uhr nach einer Pause „Der Revolutionstisch - Eine soziale Plastik", ein Dokumentarfilm von Edith Tar und Radjo Monk. Ab 20 Uhr geht's dann in „Angies Kellerbar" - also in die herrlichen Gewölbe der benachbarten Moritzbastei, in der die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel einst als Studentin kellnerte und Cocktails servierte. Die Stadt Leipzig lädt dort als Veranstalter der Demokratiekonferenz zu einem Empfang für die Konferenzteilnehmer und zu einem „Thematischen Jazzkonzert (1989-2009)" ein.
Der Freitag beginnt um 9.30 Uhr im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses mit Impulsreferaten von Prof. Dr. James W. Davies (Universität St. Gallen) und des früheren russischen Vizepremierministers Boris Nemzow zu „Zwanzig Jahre demokratische Erneuerung in Mittel- und Osteuropa - Bilanz und Perspektiven".
Es folgen nacheinander drei Panels zu den Schwerpunkten „Von der Zivilcourage zur Demokratie" mit Erfahrungsberichten aus Polen, Kroatien und Weißrussland sowie einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion, „Demokratie als mediale Präsenz?" mit Impulsreferaten über die „Vierte Gewalt" in Ungarn, Rumänien und der Ukraine sowie abschließend „Deutschlandbilder - Innen- und Außensichten". Eine Live-Sendung bei MDR Figaro mit Blicken auf die Friedliche Revolution und den Einigungsprozess sowie auf die Bundesrepublik 20 Jahre nach dem Mauerfall inklusive Podiumsdiskussion. Ein Empfang im Gewandhaus um 20 Uhr beschließt den zweiten Konferenztag.
Der Samstag steht dann im Zeichen der jungen und künftigen Generationen. Er beginnt unter dem Motto „Einmal drüber geschlafen" im Plenum mit einem gemeinsamen Auftakt mit Eindrücken und Fragen zur Konferenz an den beiden Vortagen. Zwischen 10.30 und 18.15 Uhr folgen anschließend vier Workshops: „Die Straße 1989 / 2009: Demokratie und öffentlicher Raum" führt interaktiv in die Leipziger Innenstadt, „Medien 2009: Freiheit, Partizipation, Verantwortung" beschäftigt sich mit dem Web 2.0, „West-Ost-oder? Europa und Mobilität" arbeitet mit Schablonen und Schnittmengen, „Partizipation heute: lokal handeln" ist ein Planspiel. Nach dem abschließenden Plenum „Wie war's?" folgt ab 19.30 Uhr die „Weiterfeiern"-Party.
H.G.