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03.09.2009 21:19 Uhr
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Portrait: Sabine Kaminski

Bis zu ihrem 18. Lebensjahr verlief alles wunschgemäß im Leben der im Jahre 1971 geborenen Sabine Kaminski. Schule, Abitur, das Lehramt-Studium war geplant, und ihre Eltern zufrieden mit ihrer Tochter.

Doch das sollte sich ändern. Während ihres Studiums fragte sie sich immer wieder: was mache ich hier eigentlich? Es ist davon auszugehen, dass ab diesem Zeitpunkt Erwartungen nicht mehr erfüllt wurden. Die Zeit der Suche, des Abwartens und des Ausprobierens beginnt. Und damit es von der ersten Minute an spannend blieb, brach Sabine Kaminski ihr Studium erst einmal ab, suchte sich ihre erste eigene Wohnung und arbeitete in einer Kneipe. Drei Dinge, auf die Eltern für gewöhnlich gestresst denn mit Gelassenheit reagieren.

Aber wie das so sein muss, alles Weh und Klagen der Eltern stieß bei ihr auf taube Ohren. Sie lernte neue, unterschiedlichste Menschen kennen, lebte und war auf der Suche. Bis sie ihn schließlich fand ... den schönsten, anstrengendsten, vielseitigsten, aufregendsten und nervenaufreibendsten Beruf: SCHAUSPIELERIN.

Und nach harten Jahren der Ausbildung war es dann 2001 soweit: die Aufnahme als festes Ensemble-Mitglied im Leipziger theater. FACT. Am Ende der Spielzeit 2004 entschied sie sich gegen eine weitere Anstellung. Sie ging nach Berlin an die Filmschauspielschule Coaching Company, um ihre Fähigkeiten zu erweitern. Seit 2005 arbeitet Sabine Kaminski als freie Schauspielerin.

2008 dann hatte sie ihr erstes Solo- Debut in Leipzig mit dem Ein-Personen-Stück „Die heilige Johanna der Einbauküche" von Willy Russell.

 „Ein-Personen- Stücke können schnell schief gehen, dieses aber funktioniert. ... 80 Minuten lang wechselt die 42- jährige Shirley von ernsten und nachdenklichen Passagen zu lockeren und lustigen. Sie sinniert, überlegt und erklärt und fragt die weiße Wand hinter sich. Am eindringlichsten wirkt die Szene, in der sie verzweifelt auf ihrem Stuhl sitzt, zusammengesackt und weinend, und sich schreiend, fast brüllend fragt, wann die quirlige, lebenslustige Shirley von früher aus ihrem Leben verschwunden ist. ...
Das Publikum findet sich in ihren Gedankengängen wieder, lacht und seufzt und vergleicht das eigene Leben mit dem der Darstellerin. ... Sabine Kaminski beherrscht die Wandlung der frustrierten zur selbstbestimmten Frau ab der ersten Szene perfekt. ...", schreibt die Leipziger Volkszeitung.

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