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Ich habe viele Stimmen in mir

Manche sind laut und aufdringlich, manche kaum hörbar, nur noch spürbar, doch unverfälscht. Manche sprechen vom Loslassen, die anderen wiederum vom Festhalten. Festhalten am Leben.

Was bleibt konstruktiv, wenn man den Tatsachen, die unser Dasein ausmachen ins Auge blickt? Mitten im Universum, auf der Kruste eines Feuerballs, der unterwegs durch das Nichts nach Nirgendwo ist, wollen viele von uns Sicherheit. Sicherheit des Einkommens, Sicherheit des Eigentums, Sicherheit der eigenen Existenz, Sicherheit über den Tod hinaus, Sicherheit der Gedanken und mit ein wenig Hilfe der Ausblendung sogar Sicherheit der Gefühle.

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Strandgut der Liebe München - Pelkovenschlössl goes Theater: In einem einmaligen Kreativakt hat das Team des ArtikultTheaters seinen angestammten Aufführungsraum im Kultur- und Bürgerhaus in Moosach in eine Bühnenlandschaft voller Leben und Leidenschaft verwandelt. Unter der Regie von Kerstin Weiler feierte Andrew Bovells Schauspiel „Lantana" eine erfolgreiche Premiere: Inszenierung und Schauspieler begeisterten das Publikum. Im Münchner Westen macht bereits das geflügelte Wort vom „Kleinen Theater im Pelkovenschlössl" die Runde. [mehr]
Premiere voller Leben München - Einfühlsam, grandios, spannend: Das sind nur drei der vielen wundervollen Worte, die das Publikum für die Aufführungen von „Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten" fand. Die neugegründete Lichtbühne feierte mit dem Theaterstück nach der Romanvorlage von Alessandro Baricco einen erfolgreichen Einstand. Zwei der drei Vorstellungen am Wochenende in der Pasinger Fabrik waren ausverkauft, die dritte am Sonntag beinahe auch. [mehr]
Tschechows Spagat: „Stöhnt nur, Ihr Arschlöcher!“ Theater im Theater im Theater. Regisseur Sebastian Hartmann treibt die Dinge gerne auf die Spitze, und das tut der Intendant des Centraltheaters Leipzigs wie selbstverständlich auch im „Kirschgarten" von Anton Tschechow. Ein Feuerwerk über vier Stunden, das auch deshalb zündet, weil die exzellenten Akteure über gewaltiges Stehvermögen verfügen. Doch Hartmann nimmt sich nicht nur Zeit für gesellschaftliche Kritik, er kreiert zugleich auch eine besondere Hommage an Tschechow mit einem Querschnitt durch dessen Gesamtwerk. [mehr]
„Der Tag des Opritschniks“: Bizarre Bilderwelten in der Herzkammer der Finsternis In der Oper bekommt man so was höchstens bei der Premiere geboten. Dann aber fällt es dem Aufruhr des betagten Publikums zum Opfer. Nicht so in der Skala, der kleinen Bühne des Centraltheaters Leipzig: Da ist Regisseur Mirko Borscht mittlerweile regelmäßig Gast und darf ausgiebig „Schlachtfest" feiern. Es ist ein bisschen so wie bei Tarantino. Bizarre Bilderwelten, bei der aus menschlichen Körpern herausgerissene und verspeiste Gedärme das Harmlose darstellen. „Der Tag des Opritschniks" macht da keine Ausnahme - und es ist ein Zukunftsstück, in deutscher Erstaufführung. [mehr]
Ein Postmann hat den Blues - Looking for Eric - Eric Bishop, ein Postbote aus Manchester ist unglücklich - das kann jeder in seiner Umgebung gleich bemerken. Doch als er anfängt mit einem imaginären Freund, keinem geringeren als dem berühmten Fußballspieler Eric Cantona, seine Probleme zu wälzen, wird's langsam richtig merkwürdig. [mehr]
Geballte Ladung: Kafka und der Besuch der alten Dame Es ist einiges bemerkenswert an diesem Freitagabend im Centraltheater Leipzig - obwohl das aus Sicht der Experten gar nicht so sein dürfte. „Der Prozess" von Franz Kafka wird gegeben, einstudiert von Interimsregisseur Sebastian Hartmann in kaum zwei Wochen. Das ist nicht nur für Hartmann selbst ungewöhnlich, sondern gilt auch allgemein als nicht zu schaffen. Jedenfalls nicht bei Kafka. Doch die Akteure steigern sich zunehmend in einen höchst intensiven Spielrausch und das Publikum rast vor Begeisterung. [mehr]
Felix forever: Glanzvoller Mendelssohn sorgt für perfekten Gewandhaus-Saisonstart Besser hätte das Leipziger Gewandhausorchester nicht in die Saison starten können. Klar, von einem der zehn besten Musikensembles der Welt darf man Überragendes erwarten - doch wenn solche Spitzenleute dann trotzdem noch eine saftige Kirsche aufs feine Sahnehäubchen türmen, lassen sich auch zig Tausende zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Ein Name stand dabei im Mittelpunkt: Felix Mendelssohn Bartholdy (3.2.1809-4.11.1847). [mehr]

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