Todgecyberte Internet Kultur

13 May

Todgecyberte Internet Kultur

Das Internet und elektronische Medien sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Dennoch ist nicht alles für den Vertrieb über das Internet geeignet. Die Trends der Zukunft lassen sich bereits jetzt voraussehen mit schockierenden Fakten.

Die Mund zu Mund Propaganda funktioniert auch im Internet. Hier werden Empfehlungen weitergereicht, Ratschläge eingeholt und Kritiken abgegeben. Über die nächsten 10 bis 20 Jahre wird sich der Markt einpendeln. In diesem Zeitraum wird festgelegt, welche Umsätze mit elektronischen Medien erzielt werden und was die Menschen lieber vor Ort durch direkten Kontakt erwerben wollen.

Verkaufsplattformen schießen seit Jahren wie Unkraut auf dem aufnahmefähigen und nährreichen Cyberboden des Internets hervor. Mehr ist weniger und weniger ist mehr. Das Angebot ist überdimensional. Man will überall dabei sein und glaubt, dass sich Quantität auch auf die Umsätze auswirkt.

Grundsätzlich gilt für den Kulturbereich, dass sich Qualität der Waren ob Kunst, Musik oder Literatur immer verkaufen wird. Die Glaubwürdigkeit bei der Preisgestaltung ist bei der Kunst das größte Handikap der Branche. Viele Künstler bieten ihre Kunst zu unrealistischen Preisen an, was die Käufer massiv verunsichert.

Während bei Büchern, Musik und Eintrittskarten die Preise kaum Spielraum bieten, zerstören einzelne Künstler den Markt mit Fantasiepreisen. Verblendet durch Kunstwerkverkäufe in Millionenhöhe, glaubt jeder der einen Pinsel halten kann, sich reich malen zu können.

99 % der Umsätze auf dem Kunstmarkt werden immer noch mit Arbeiten unter 1.000 Euro generiert.

Das ist der Grund warum der Kunstmarkt im Internet nicht funktionieren wird. Selbst langjährige, seriöse Plattformen haben diese schwarzen Schafe mit dabei, deren Preisgestaltung den Markt immer tiefer in die Depression fallen lässt.

Deshalb kaufen Sammler und Kunstinteressierte über Kunsthändler, Experten, Galerien und Auktionshäuser und meist vor Ort. Künstler die sich selbst vermarkten und ihre Preise unrealistisch gestalten, ziehen den gesamten Markt mit in diese Unglaubwürdigkeit.

Deshalb funktionieren Ausstellungen in Krankenhäusern, bei Rechtsanwälten, in Schlössern, in öffentlichen Einrichtungen, etc. … nicht mehr. Das gleiche gilt für das Internet.

Die Kunst steckt mittlerweile schon so tief in der Preishölle, dass das Internet nur noch als Referenz dienen kann. Künstler die im Internet keine Preise angeben, weil sie ihre Arbeiten dem einen für 500, dem anderen für 5.000 Euro anbieten wollen, werden arm sterben.

Internet Kultur hat auch etwas mit Preiskultur zu tun. In der Kunst haben die Künstler den Internetmarkt bereits für alle Zeiten erschlagen. Der Cyberboden ist völlig überdüngt und für alle Zeiten verstrahlt. Da gedeiht nichts mehr.

Raffgier hat eben nichts mit wahrer Kunst zu tun.