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07.01.2011 09:29 Uhr
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Theater der Dichtung

Hundert Jahre 1910

Fünfmal im Jahr lädt Sie das Eduard-von-Winterstein-Theater ein, sich ganz in große Werke der Dichtkunst zu versenken in Lesungen an besonderen Orten und in besonderer Atmosphäre, in Annaberg-Buchholz und im Erzgebirge.

1910 beginnt eine Dekade, in der ganz Europa glaubt, nun sei das Zeitalter immerwährenden
Friedens angebrochen. Die Konflikte auf der Welt schienen lösbar - jetzt ging es darum, das
Leben auszumalen und sich in einer friedlichen Welt einzurichten. Der Jugendstil feierte Triumphe
und Dichtung wie Musik suchten nach immer größerer Verfeinerung. Hugo von Hofmannsthal und Rainer Maria Rilke stehen mit Werken aus dem Jahr 1910 für diese Stimmung.

Zur gleichen Zeit wurden zwei Dichter geboren, die mit ihrer Kunst auf die Verwüstungen reagieren mussten, die der dann doch so ganz andere Lauf der Geschichte angerichtet hatte: der Schweizer Max Frisch und der Franzose Jean Anouilh. Den Bogen zum Heute schlägt der große deutsche Dichter und Zeichner Robert Gernhardt.

Lucidor

Figuren zu einer ungeschriebenen Komödie von Hugo von Hofmannsthal

Der zweite Abend der neuen Lesereihe des Eduard-von-Winterstein-Theaters „Hundert Jahre 1910" hat einen Text von Hugo von Hofmannsthal zum Gegenstand, der im Jahr 1910 entstanden ist. „Lucidor" erzählt eine ebenso ungewöhnliche wie hinreißende Liebesgeschichte: Um das Jahr 1880 siedelt die von Geldsorgen geplagte Frau von Murska mit ihren beiden fast erwachsenen Kindern in die Wiener Innenstadt über. Ihr Sohn Lucidor ist scheu und so gut wie nie auf den Gesellschaften der Mutter zu sehen, doch ihre Tochter Arabella hat bald Verehrer. Auch der wohlhabende Wladimir ist so glaubt er wenigstens sehr in die schöne Arabella verliebt. Die zeigt sich abweisend. Doch Wladimir gibt nicht auf.

Es liest Ingolf Huhn

Termine
14.1. 20.00 Uhr Galerie der anderen Art, Aue
17.1. 19.30 Uhr Café Anna, Annaberg-Buchholz
26.1. 19.30 Uhr Kulturbahnhof, Stollberg
27.1. 20.00 Uhr Bergmagazin, Marienberg

„Es ist den Menschen im allgemeinen nicht gegeben, zu sehen, was ist."

www.winterstein-theater.de

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