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18.10.2009 22:30 Uhr
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Werte trotz Krise! Wenn es die Kleinen den Großen vormachen...

Torsten Low bei einer seiner Lesungen
Wirtschaftskrise, Budgetloch, Konkurrenzdruck - was seit Monaten täglich die Schlagzeilen füllt, versetzt Unternehmer Torsten Low nicht in Panik. Ganz im Gegenteil: „Statt panisch mit den Armen zu rudern, versuche ich meinen Beitrag zur Überwindung der Wirtschaftskrise zu leisten und trotzdem an meinen Werten und meiner Philosophie festzuhalten", erklärt Low.

So verzichtet der Verleger auf eine Druckkostenbeteiligung der Autor/innen, setzt auf Vernetzung statt Konkurrenzkampf und lässt die Bücher bewusst von heimischen Firmen drucken. Mittlerweile ist das Angebot des Verlages nämlich so groß, dass Low die Produktion größtenteils auslagern musste. Dass sein Konzept aufgeht, beweisen die zahlreichen Veröffentlichungen, die in den kommenden Monaten das Verlagsprogramm ausweiten.

„Hätte ich auf all die Miesmacher gehört, ich wäre nicht so weit gekommen." Mit „so weit" meint Jungunternehmer Low seinen eigenen Fantasy-Verlag. Als der Verleger im Juni 2005 aufs Amt ging, um ein Gewerbe anzumelden, ahnte er noch nicht, dass er mit seinem Verlag eine Marktlücke schließen würde. Es ist die Firmenphilosophie, mit der sich der Verlag Torsten Low von vielen anderen Mitbewerbern unterscheidet. „Ich habe mich von Anfang an von den Dienstleisterverlagen distanziert, bei denen jeder Autor sein Buch verlegen kann, wenn er nur zahlt", betont Low. „Ich will talentierten, unbekannten Autor/innen eine echte Chance geben, sich auf dem Buchmarkt zu etablieren." So nimmt Low ein Manuskript zwar nur dann unter Vertrag, wenn es seinen Ansprüchen gerecht wird. Doch hat ihn ein Buch erst einmal überzeugt, bekommt dessen Autor/in seine volle Unterstützung. Low: „Ich setze auf persönliche Betreuung, ein angemessenes Honorar und Hilfe bei der Vermarktung - auch wenn es abends mal wieder später wird."

Im Verlag Torsten Low geschieht alles in Eigenregie - vom Lesen der Manuskripte, über die Betreuung der Autor/innen, bis zur Organisation von Lesereisen. Und das alles nach einem Acht-Stunden-Tag: „Wenn ich von der Arbeit komme, habe ich noch lange keinen Feierabend", berichtet Low. „Dann werden oft bis nach Mitternacht Bestellungen verpackt, Autorenanfragen bearbeitet und Manuskripte studiert."

Doch die Mühe zahlt sich aus. Mit der Horror-Anthologie „Metamorphosen" wurde im Herbst 2009 - nur vier Jahre nach Verlagsgründung - bereits die zweite Geschichtensammlung im Verlag Torsten Low veröffentlicht. Gleich 14 Autor/innen vertrauen Low darin ihre Texte an.

 

www.verlag-torsten-low.de

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