KunstLiteraturMusikBühneMedienLebenKalenderKultur-NetzwerkNachrichten
23.01.2010 14:12 Uhr

Max Reger

Geboren wurde Max Reger 1873 in Brand in der Oberpfalz. Aufgewachsen ist er in der nahe gelegenen Stadt Weiden, wo er auch früh seine ersten musikalischen Unterweisungen erhielt, unter anderem bei dem berühmten Musiktheoretiker Hugo Riemann in Sondershausen und Wiesbaden. 1898 kehrte er nach einem nervlichen und physischen Zusammenbruch in Folge seiner Militärdienstzeit und beruflicher Rückschläge in sein Elternhaus zurück.


1901 zog er nach München um, wo er sich mehr musikalische Inspiration erhoffte. Und er heiratete hier 1902 die geschiedene Protestantin Elsa von Bercken. In dieser Zeit war Reger äußerst produktiv, sowohl als Komponist, aber auch als konzertierender Pianist.

1905 wurde er an die Akademie der Tonkunst berufen, als Nachfolger von Josef Rheinbergers. Dieses Amt gab er aber bereits 1 Jahr später wieder auf.

1907 wurde Max Reger zum Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Konservatorium Leipzig berufen. Nachdem er ein Jahr später die Stelle des Universitätsmusikdirektors wieder aufgegeben hatte, wurde er 1911 Hofkapellmeister bei der zu dieser Zeit berühmten Hofkapelle Meinigen. Dieser Posten war ihm schon lange ein Wunsch gewesen, da er dieses Orchester überaus schätze.

1914 erlitt er einen Schlaganfall, was ihn dazu zwang, diese Stelle wieder aufzugeben. 1915 zog er nach Jena. Seine intensive Kompositions- und Konzerttätigkeit führte er nun von dort weiter, auch fuhr er einmal wöchentlich nach Leipzig, um hier seine Lehrveranstaltungen wahr zu nehmen. 1916 erlag Max Reger auf einer dieser Reisen einem Herzversagen.

1930 wurde Regers Urne auf Wunsch seiner Witwe Elsa Reger auf den Münchner Waldfriedhof überführt, da sie 1929 nach München zurückgekehrt ist.

Berühmt wurde Reger vor allem durch seine Kompositionen für die Orgel. Eines seiner Vorbilder war Johann Sebastian Bach. Reger hatte eine große Affinität für protestantische Choräle und entdeckte die alten barocken Gattungen Choralvorspiel, Phantasie und Fuge wieder und entwickelte diese weiter.
Reger musste sich zu Lebzeiten viele Anfeindungen seitens nationalistisch-traditionalistischen Musikern gefallen lassen, die ihm vorwarfen, seine Orgelwerke wären zu schwer. Dies führte dazu, dass er von einigen seiner Orgelwerke eine zweite Fassung schrieb, so zum Beispiel von der Phantasie und Fuge op. 135b.

Der künstlerische Nachlass von Max Reger wird seit 1920 im Max-Reger-Archiv auf Schloss Elisabethenburg in Meiningen aufbewahrt. Dieses Archiv wurde von seiner Witwe Elsa Reger ins Leben gerufen und ist seither auch Begegnungs- und Forschungsstätte.

 

Max Reger auf Amazon

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Weitere Artikel

Edvard Grieg Edvard Grieg wurde am 15. Juni 1843 in Bergeb/Norwegen geborden. Er wurde bereits früh von seiner Mutter, einer vorzüglichen Pianistin und Pädagogin, im Klavierspiel unterwiesen. Von 1858 bis 1862 studierte am Konservatorium in Leipzig Klavier und Komposition bei Carl Reinecke, Louis Plaidy, Ernst Ferdinand Wenzel und Ignaz Moscheles. [mehr]
Henri Le Sidaner Henri Le Sidaner wurde 1862 auf Mauritius geboren und begann seine künstlerische Laufbahn 1882 an der Pariser École nationale des Beaux-Arts. Kurze Zeit später brach er seine Ausbildung ab und ließ sich in Etaples nieder, wo er sich mit den Malern Henri Duhem (1831-1905), Fritz Thaulow (1847-1906), ein Förderer und entfernter Verwandter Edvard Munchs, und Emile Claus (1849-1924) anfreundete. Abseits der aktuellen Kunstströmungen malte Le Sidaner hauptsächlich Landschaften der Region. Stilistisch stand er dabei dem Naturalismus von Corot und der impressionistischen Freilichtmalerei nahe und ent-wickelte „...ein überaus feines Gespür für ruhige, sanfte und delikate Stimmungen. Er eliminierte nach und nach jede menschliche Figur, so als ob er befürchte, sie könnten die unfassbare Stille stören." (Paul Signac, 1902) [mehr]
Wagner, Richard geboren 1813, gestorben 1883 in Venedig. Komponist, Verlebte seine Jugend in Leipzig, entscheidende Eindrücke erfuhr er durch die Musik von Weber, Beethoven und Mozart, aber auch durch die Dichtungen Shakespeares, Schillers, Goethes und E.T.A. Hoffmanns. Wurde 1828 Schüler des Thomaskantors Weinlig. Siedelte nach ruhelosem Leben 1872 nach Bayreuth über, legte dort den Grundstein für sein Festspielhaus, das er zu einem Weihetempel der deutschen Kunst bestimmte. [mehr]

Bookmarks

Hinzufügen bei  Blogmarks Hinzufügen bei  Del.icio.us Hinzufügen bei  digg Hinzufügen bei  Faves Hinzufügen bei  FriendSite Hinzufügen bei  Google Bookmarks Hinzufügen bei  Technorati Hinzufügen bei  Yahoo My Web Webnews

Diese Seite verlinken

Anzeige

Wettbewerb: Bild des Monats August 2011

Seite des Tages

Wettbewerb: Video des Monats

Kultur-Netzwerk:

Twitter/Facebook

Kulturnetzwerk-Cafe

Fotogalerien